Kunsthaus Zürich: Edvard Munch – 100 Meisterwerke

Edvard Munch

Edvard Munch, Angst, 1896, Lithografie auf Velinpapier (Ausschnitt), Privatsammlung. (Bild: Kunsthaus Zürich)

Zürich – Liebe, Schmerz und Tod, Leidenschaft, Einsamkeit und Trauer – das ganze Werk von Edvard Munch (1863 – 1944) kreist um Grunderfahrungen menschlicher Existenz. Eindringlich und schonungslos umkreist Munch die Gefühle der Hoffnung und Verzweiflung, der Vergänglichkeit und des Verschwindens, die das Leben des modernen Menschen bestimmen. Munch ist einer der unbestrittenen Wegbereiter der expressionistischen Strömungen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts die europäische Malerei zu bestimmen begannen. Die formale Kühnheit seiner Bilder und die Radikalität seiner Themen inspirieren bis heute Künstler unserer Gegenwart.

Das Kunsthaus Zürich besitzt die grösste Sammlung von Gemälden Edvard Munchs ausserhalb Norwegens. Hier fand 1922 auch die mit 400 Werken bislang umfassendste Ausstellung von Munch-Grafiken statt. Grund genug für Direktor Christoph Becker, anlässlich des 150. Geburtstags des weltbekannten Künstlers die grafischen Höhepunkte seines Schaffens exklusiv in Zürich zu präsentieren: 150 Meisterwerke, grossformatige, zur Hälfte farbige Arbeiten auf Papier. Die Auswahl umfasst seine bekanntesten Motive: «Der Schrei», «Angst», «Melancholie», aber auch «Vampir», «Madonna», «Mädchen auf der Brücke» und Selbstporträts, meist in mehreren Abzügen, die Munchs Arbeitsweise und experimentellen Umgang mit der jeweiligen Drucktechnik veranschaulichen. Ob Munchs erster Kaltnadelstich oder seine letzte Lithografie: Die Werke aus dieser erstmals vollständig zu sehenden privaten Sammlung bestechen sowohl durch eine reichhaltige und subtile Farbpalette als auch durch expressive Reduktion.

Grunderfahrungen menschlicher Existenz
Sie werden erleben, dass Munch im grafischen Werk – oft stringenter als in den Gemälden – eine Verdichtung seiner zentralen symbolistischen Allegorien erreicht. Liebe, Schmerz und Tod, Leidenschaft, Einsamkeit und Trauer – das ganze Werk von Edvard Munch kreist um Grunderfahrungen menschlicher Existenz und um das Leben des modernen Menschen. Munch ist einer der Wegbereiter der expressionistischen Strömungen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts die europäische Malerei zu bestimmen begannen.

Auf über 1200 m2 sind im grossen Ausstellungssaal neben den Arbeiten auf Papier auch Gemälde Munchs aus der Kunsthaus-Sammlung zu sehen – ganzfigurige Porträts, Hafenszenen und Landschaften, die seit den 1920er Jahren von der Zürcher Kunstgesellschaft teilweise direkt vom Künstler erworben wurden oder später als Leihgabe oder Schenkung an das Kunsthaus gelangten.

Partnerschaft mit Swiss Re
Eine Ausstellung zu Edvard Munch ist immer auch eine inhaltliche, logistische und finanzielle Herausforderung. Das Kunsthaus dankt seiner Partnerin Swiss Re für die grosse finanzielle und ideelle Unterstützung, die dieses Projekt ermöglicht hat. Ein Kompliment und herzlicher Dank geht an die langjährige Kuratorin am Munch-Museum in Oslo, Gerd Woll, für die fundierte wissenschaftliche Begleitung und den lesenswerten Katalog sowie an Farrow & Ball, die die Wandfarben in der Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. (Kunsthaus/mc/ps)

Kunsthaus Zürich: 4. Oktober 2013 – 12. Januar 2014

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