Schweizer Hotellerie nähert sich 2017 ihren Rekordjahren

Hotellerie
(Foto: Pixabay)

Neuenburg – Die Schweizer Hotellerie hat im vergangenen Jahr 37,4 Millionen Logiernächte verzeichnet. Das ist beinahe so viel wie in den Rekordjahren 1990 und 2008 und entspricht gegenüber 2016 einem Wachstum von 5,2%. Die ausländischen Gäste generierten 20,5 Millionen Logiernächte und damit 6,1% mehr. Die Logiernächtezahl der Schweizer Gäste erhöhte sich um 4,2% (+675’000) auf 16,9 Millionen und erreichte den bisher höchsten Stand. Dies geht aus den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik hervor.

Mit Ausnahme des Monats Februar wurde 2017 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode in allen Monaten eine Zunahme verbucht. Am stärksten war das Wachstum im Juni und Juli sowie an Ostern. Juli (+218 000 / +5,4%).

Deutlich mehr Gäste aus Asien
Nach rückläufigen Zahlen im Jahr 2016 zog die asiatische Nachfrage wieder an (+12,8%). Die stärkste Zunahme dieses Kontinents verzeichneten die Gäste aus China (ohne Hongkong). Ein vergleichbarer Aufwärtstrend war auch bei der Nachfrage aus Indien, der Republik Korea und Japan (+47 000 / +13,1%) zu beobachten. Die Golfstaaten hingegen registrierten mit einem Minus von 39’000 Logiernächten (-4,1%) den stärksten Rückgang aller Herkunftsländer.

Der seit 2012 verzeichnete Aufwärtstrend bei der Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent setzte sich fort (+12,3%). Mit 212’000 zusätzlichen Logiernächten (+11,5%) verbuchten die Vereinigten Staaten das stärkste absolute Wachstum aller ausländischen Herkunftsländer und erreichten damit den höchsten Stand seit 2000.

Der europäische Kontinent sorgte für 255’000 zusätzliche Logiernächte (+2,2%). Den grössten Beitrag leisteten die Gäste aus Belgien, Deutschland, Spanien und Russland.

Logiernächteplus in allen Tourismusregionen
Alle 13 Tourismusregionen wiesen im Jahr 2017 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode eine Logiernächtezunahme auf. Bern Region registrierte mit einem Plus von 387’000 Logiernächten (+8,2%) den grössten Anstieg. An zweiter Stelle folgt Zürich Region (+340’000/+6,0%), an dritter das Wallis (+255’000/+6,9%). Dahinter folgen Graubünden und das Tessin

Stabile Aufenthaltsdauer
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2017 wie bereits im Jahr 2016 bei 2,0 Logiernächten. Ausländische Gäste blieben im Durchschnitt 2,1 Nächte und verweilten damit etwas länger als Schweizer Gäste (2,0). Graubünden verzeichnete mit 2,7 Nächten die längste Aufenthaltsdauer aller Tourismusregionen, gefolgt vom Wallis mit 2,3 Nächten. Am wenigsten lang blieben die Gäste mit 1,6 Nächten in der Fribourg Region.

Leichter Anstieg der Nettozimmerauslastung
Die Nettozimmerauslastung belief sich im Jahr 2017 auf 52,9% (2016: 51,3%). Unter den Tourismusregionen wies Genf mit 66,3% die stärkste Auslastung auf. Es folgt Zürich Region mit einer Auslastung von 64,6%. Die geringste Auslastung verzeichnete die Ostschweiz mit 39,7%. (mc/pg)

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