Seilbahnen leiden unter schlechtem Sommerwetter

Seilbahnen

Von solchen prächtigen Wetterverhältnissen konnte die Bergbahnbranche in diesem Sommer nur träumen. (Foto: SBS)

Bern – Der nasse und kühle Sommer schlägt auf die Zahlen der Bergbahnbranche durch: Per Ende August verzeichneten die Seilbahnen 5,5 Prozent weniger Gäste als vor einem Jahr. Beim Transportumsatz beträgt der Rückgang zurzeit 5,2 Prozent. Die Seilbahnunternehmungen hoffen nun, mit einem schönen Herbst noch aufholen zu können.

Von Mai bis Ende August weist das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS) sowohl bei den Gästezahlen (- 5,5 Prozent) als auch beim Transportumsatz (- 5,2 Prozent) einen Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode aus. Die stärkste Einbusse hin­nehmen mussten die Seilbahnen im Bündnerland mit -14,3 Prozent Gäste und -10,3 Prozent Transportumsatz. Vergleichsweise glimpflich davongekommen sind die Zentral­schweiz (Gäste: -1,6 % / Umsatz: -2,5 %) und das Berner Oberland (Gäste: -2 % / Umsatz: -2,7 %).

Gestartet war die diesjährige Sommersaison noch vielversprechend: Ende Juni lagen die Gäste- und Umsatzzahlen gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent im Plus. Einen Monat später war dieser Vorsprung bereits zerronnen, und im August fielen die Saisonzahlen dann ins Minus. Die beiden nassen und kühlen Hochsommermonate drückten damit voll auf die Saisonzahlen durch.

Gruppengeschäft wetterresistent
Dass der Rückgang nicht noch ausgeprägter ausgefallen ist, hängt auch mit dem Reiseverhalten der Gruppen zusammen, insbesondere jenen aus Asien. Geführte Gruppen fahren in der Regel auch bei Nebel und Niederschlag auf die geplanten Aussichtsgipfel.

Hoffen auf schönen Herbst
Noch ist die Saison nicht vorbei. Die Seilbahnverantwortlichen hoffen jetzt auf einen goldenen Herbst. Das gute Wetter zu Beginn des Septembers stimmt die Branche schon mal vorsichtig optimistisch. Es bräuchte jedoch schon einen aussergewöhnlich schönen Herbst, um den bis Ende August aufgelaufenen Rückstand noch aufzuholen. (SBS/mc/pg)

 

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