VIENNA ART WEEK 2015: Programm ist online

VIENNA ART WEEK 2015: Programm ist online

Initatoren Martin Böhm (l.), Präsident Art Cluster Vienna, und Robert Punkenhofer, Künstlerischer Leiter VIENNA ART WEEK. (Foto: VIENNA ART WEEK)

Wien – Von 16. bis 22. November 2015 steht Wien wieder ganz im Zeichen der VIENNA ART WEEK. Die wichtigsten Kunstinstitutionen und Galerien sowie unabhängige Ausstellungsräume und Offspaces der Stadt schliessen sich jedes Jahr im November zu dieser Woche der Kunst zusammen. Mehr als 200 Veranstaltungen machen die VIENNA ART WEEK zum Treffpunkt für Kunst- und Kulturschaffende aus dem In- und Ausland und bringen die Vielfalt, den Ideenreichtum und die Produktivität der Wiener Kunstszene zum Ausdruck. Das diesjährige Motto – Creating Common Good – hat viele Programmpartner dazu veranlasst, die vielschichtigen Aspekte dieser brand­aktuellen Themenstellung in ihre Projekte miteinzubeziehen.

Die VIENNA ART WEEK 2015 präsentiert sich mit Ausstellungen, Eröffnungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Rundgängen und Touren, Performances, Gesprächen und Diskussionen. Dieses dichte Programm wäre ohne die Unterstützung der Sponsorenpartner, allen voran des Dorotheum, und Fördergeber in diesem Umfang nicht möglich. Wichtige Programm­punkte wie die Sonderausstellung Creating Common Goododer der Open Studio Daykonnten damit ebenso realisiert werden wie Curators’ Picks: Auf Einladung der VIENNA ART WEEK kommen acht internationale Kuratoren nach Wien, um Diskurs und Vernetzung zwischen heimischer und internationaler Kunstszene anzuregen.

Sonderausstellung der VIENNA ART WEEK 2015 Creating Common Good
KUNST HAUS WIEN; Eröffnung am 16. November 2015

Die internationale Gruppenausstellung Creating Common Good im KUNST HAUS WIEN nähert sich der hochaktuellen Frage nach dem Beitrag der Kunst am Gemeinwohl aus verschiedensten künstlerischen Blickwinkeln und nimmt vielfältige thematische Aspekte in den Fokus – von der Auseinandersetzung mit alternativen mikroökonomischen Modellen über Gentri.zierungsprozesse und die unmittelbare Betroffenheit angesichts von Flüchtlingsbewegungen bis hin zur Kritik an der Reduktion budgetärer Mittel für Bildung und Kultur. Die an der Ausstellung beteiligten Künstlerinnen, Künstler und Kol­lektive appellieren nicht nur an mehr politisches Verantwortungsbewusstsein und machen sich nicht alleine für Menschen­würde, Solidarität und Gerechtigkeit stark. Sie lassen vielmehr neue Kriterien und Fragen zur gemeinsamen Schaffung und Nutzung von Ressourcen ein.iessen, gestalten Gegenentwürfe zum Establishment und setzen sich den ethischen Anspruch, Gesellschaft selbst zu gestalten.

Mit Werken von Joseph Beuys, Akram Al Halabi, Atelier Van Lieshout, Bernhard Cella, Ramesch Daha, Democracia – Pablo España, Ines Doujak, Teresa Estapé, Peter Friedl, Leon Golub, Tamara Grcic, gruppe uno wien, Markus Hiesleitner, Heidrun Holzfeind, Anna Jermolaewa, Folke Köbberling, Ernst Logar, Teresa Margolles, Adrian Melis, Lucy + Jorge Orta, Lisl Ponger, Pedro Reyes, Martha Rosler, Isa Rosenberger, Tim Sharp, Santiago Sierra & Jorge Galindo, Axel Stockburger, tat ort, Johanna Tinzl, transparadiso, Patricia Triki, Nasan Tur, Anna Witt, Ina Wudtke, Sislej Xhafa u. a.

Kuratiert wird die Ausstellung von Robert Punkenhofer, Künstlerischer Leiter der VIENNA ART WEEK, und Ursula Maria Probst, Kunstkritikerin, Kuratorin und Künstlerin.

Vortrag von Saskia Sassen
At the Systemic Edge: Where even the material becomes invisible Die renommierte US-Soziologin Saskia Sassen ist Gast der VIENNA ART WEEK 2015. Sie gilt als eine der führenden Expertinnen für Globalisierung, Immigration und die Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung auf Städte und ihre Einwohner. In ihrem neuen Buch „Expulsions“ („Ausgrenzungen“) setzt sie sich mit jenen Problemen auseinander, die sich aus der wachsenden Ungleichheit und der steigenden Arbeitslosigkeit für die Gesellschaft ergeben. Saskia Sassens Vortrag .ndet am 20. November im KUNST HAUS WIEN in englischer Sprache statt.

Open Studio Day
Ein alljährliches Publikumshighlight der VIENNA ART WEEK ist der Open Studio Day, der heuer am Samstag,
21. November, statt.ndet. Rund 80 Künstlerinnen und Künstler halten die Türen ihrer Ateliers für kunstinteressierte Menschen offen. Manuela Ammer, Kuratorin mumok, Günther Oberhollenzer, Kurator Essl Museum, Luisa Ziaja, Kuratorin 21er Haus, und Thomas D. Trummer, Direktor des Kunsthaus Bregenz, trafen heuer die Auswahl der Kunstschaffenden. Am Open Studio Day laden sie zu Gesprächen mit den Künstlern Michael Goldgruber, Barbara Kapusta und Seth Weiner in deren Ateliers ein.
Das Programm des Open Studio Day wird durch zahlreiche von den Künstlerinnen und Künstlern eigens konzipierte Ver­anstaltungen in den Studios ergänzt – von Talks und Lesungen über Screenings und Workshops bis hin zu partizipativen Performances. So .ndet beispielsweise bei Gabriele Sturm ein Talk mit zwei renommierten Kuratorinnen, Patricia Grzonka (Preisträgerin Art Critics Award 2015) und Bettina M. Busse (MAK, 21er Haus u. a.), statt.
Neu sind in diesem Jahr die Guided Open Studio Day Tours, bei denen namhafte Kenner der Wiener Kunstszene durch ausgesuchte Ateliers führen. Die Touren bieten einen Leitfaden für all jene Besucher, die sich nicht alleine auf den Weg machen möchten.

Curator ’ s Picks
Unter dem Titel Curator’s Picks lädt die VIENNA ART WEEK seit 2013 internationale Kuratorinnen und Kuratoren nach Wien ein, um die Vernetzung mit Wiener Ausstellungsmachern und Kunstschaffenden zu fördern. Darüber hinaus gilt es den Status quo kuratorischer Praxis zu hinterfragen. Dieses Jahr beziehen die internationalen Kuratoren Stellung zur Frage nach der Verantwortung des Kurators für die Gesellschaft. In der Podiumsdiskussion From Art to Creating Common Good präsentieren sie am 19. November in der Akademie der bildenden Künste ihre kuratorischen Ansätze. Mit dabei sind Çelenk Bafra (Kurator Museum Istanbul Modern, Türkei), Klara Jaya Brekke (Multimediadesignerin, Sozial­wissenschaftlerin und Autorin, London, Grossbritannien), Roger Martin Buergel (Essayist, Universitätslehrer und Ausstel­lungsmacher, Schweiz), Fulya Erdemci (freie Kuratorin, Istanbul, Türkei), Elham Puriyamehr (freie Kuratorin, Künstlerin und Autorin, Teheran, Iran); Hajnalka Somogyi (freie Kuratorin, Budapest, Ungarn), Ewa Skolimowska (Kunsthistorikerin und Literaturhistorikerin, Warschau, Polen), Ana Devic für das Kuratorenkollektiv WHW / What, How & for Whom (Zagreb, Kroatien).

Ausstellungseröffnungen
Zu den Höhepunkten der zahlreichen Ausstellungen, die im Rahmen der VIENNA ART WEEK eröffnet werden, zählen:

  • Margot Pilz – Meilensteine. Von der performativen Fotogra.e zur digitalen Feldforschung
  • MUSA – Museum auf Abruf, Eröffnung am 18. November 2015
  • Margot Pilz ist Konzept- und Medienkünstlerin der ersten Stunde. Ihr vielschichtiges intermediales Werk, das sowohl
    analoge Fotogra.e, Performances und Aktionen im öffentlichen Raum als auch Medieninstallationen wie „Delphi Digital“
    beinhaltet, wird in dieser Ausstellung erstmals umfassend dargestellt.

Vija Celmins und Julia Haller
Secession, Eröffnung am 19. November 2015 Die beiden Einzelausstellungen in der Secession sind den Künstlerinnen Vija Celmins und Julia Haller gewidmet. Von Vija Celmins wird das druckgra.sche Werk der vergangenen vier Jahrzehnte präsentiert. Ihre Arbeiten halten das Gleich­gewicht zwischen Abstraktion und Abbild, Ober.äche und Proportion, zwischen angedeuteter Bewegung und Reglosig­keit. Julia Haller setzt sich mit Konventionen und Geschichte der Malerei auseinander und versucht, diese hinter sich zu lassen. Ihr ästhetisches Repertoire ist geprägt von subtilen Gesten der Verweigerung.

Baroque Baroque von Olafur Eliasson
Winterpalais des Prinzen Eugen von Savoyen, Eröffnung am 20. November 2015 Die Einzelausstellung verbindet Schlüsselwerke des Künstlers Olafur Eliasson aus zwei bedeutenden Privatsammlungen (TBA21, Wien; The Juan & Patricia Vergez Collection, Buenos Aires) mit neuen, auf den Ausstellungsort bezogenen Auf­tragswerken, um die Beziehung zwischen Eliassons Werk und seinem kritischen Interesse am Barocken zu ergründen.

Aufgerissenen Auges: Transmanieristische Reaktionen
xhbit, Akademie der bildenden Künste, Eröffnung am 19. November 2015
Dieses transdisziplinäre Projekt setzt sich kritisch-verspielt mit zeitgenössisch-queerem Manierismus auseinander, der sich sozioökonomischen Zwangsformen der Gesellschaft entgegenstellt. Die fantasievoll-groteske Verzerrung ist nicht nur in den einzelnen Arbeiten, sondern auch im Ausstellungsraum bestimmend.  (VIENNA ART WEEK/mc/ps)

Das gesamte Programm ist ab sofort online: www.viennaartweek.at

VIENNA ART WEEK 2015: CREATING COMMON GOOD
16. – 22. November 2015

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