Warum die kleinen Pausen im Alltag so wichtig sind

Pausen bedeuten für unser Gehirn, lernen zu dürfen

Richtig grosse Pausen, lange Urlaube, Auszeiten können sich mittlerweile in unserer westlichen Gesellschaft in der Tat nur wenige leisten. Das heisst,  wir müssen lernen mitten aus dem stressigen Alltag heraus etwas für uns zu tun.

Wie sieht der Alltag normalerweise aus? E-Mail-Terror, Medienflut, Telefonate und Social Media rund um die Uhr, Werbebotschaften, ständige Erreichbarkeit, der Terminkalender für den Job, Sport, Hobbies, für Familienaktionen ist auf Monate schon verplant.

Stopp! Ist es normal, dauernd im Stress zu sein, ist es schick geworden, ständig verplant zu sein? Es wird also Zeit für die kleinen Schritte und die kleinen Pausen. Hans Kreis, Coach und Erfolgsautor war in vielen Unternehmen und Bildungseinrichtungen unterwegs und stellt mit seinem Buch “Die Espressostrategie” vom die richtigen Fragen. Kreis gibt uns wertvolle Tipps und Anregungen, wie wir es lernen, wieder zu entspannen.

 Viele Menschen werden mit dem täglichen Leistungsdruck im Beruf nicht mehr fertig, sind dem Arbeitsalltag nicht mehr gewachsen. Kann eine kleine Espresso-Pause denn überhaupt Halt geben?

Die Espressopause ist ein Symbol. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Der Espresso ist, Schluck für Schluck achtsam genossen, ein Symbol für das Innehalten, für Kontextwechsel, für Achtsamkeit und Wertschätzung. Wenn man eine kleine Tasse Espresso trinkt, entsteht in uns ein Lebensgefühl von Innehalten, von Urlaub. Wichtig dabei ist nur, dass man für ein paar Minuten aus diesem Rad von Hektik und Stress heraustrete. Es gibt dann für ein paar Minuten nichts zu tun, nur auszuruhen. Es ist wie ein Kurzurlaub für die Seele. Wenn so etwas auch ohne Espresso gelingt, dann ist das natürlich perfekt. Im Buch ht es viele Vorschläge, wie man auch ohne Espresso ein paar Augenblicke Urlaub machen können, denn viele haben vergessen, wie das geht.»

Der “ganz normale Wahnsinn” aus beruflichen und privaten Verpflichtungen
Ich habe einen anstrengenden Tag vor mir: Morgens das Meeting im Büro, der Abteilungsleiter wartet dringend auf den Monatsbericht, zwischendrin mit schlechtem Gewissen der Arzttermin, der sich nicht verschieben lässt, Schularbeiten anschauen, nach Feierabend eine Einladung zum Jahrestreffen. Wie soll man sich denn in dem Stress in nur wenigen Minuten erholen?

Jeder hat seinen eigenen Stresspegel. Zu wissen, was stresst und wann, gehört zur Selbsterkenntnis. Wichtiger aber scheint, mit Stress besser umgehen zu lernen. Da ist die Espressostrategie eine gute Möglichkeit. Wir sind ein Teil der Natur; wir atmen ein, atmen aus. Dazwischen sind immer wieder kleine Pausen. Wenn wir unseren Terminkalender nach dieser einfachen Regel ausrichten, kommen wir noch weniger in Stress. Wenn wir uns dann bewusst machen, dass mit dem pausenlosen Jagen unser Misserfolg schon programmiert ist, werden wir unseren Terminkalender danach richten.

Das ganze Leben besteht aus vielen kleinen Pausen. Dazwischen arbeiten wir, um all diese kleinen Pausen auch geniessen zu können.

Leseprobe

Übungen und Pausentest im Buch “Die Espressostrategie”, Hans Kreis, Kamphausen Verlag, ISBN: ISBN 978-3-89901-333-7
(op/mc/th)

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