Wo auf Reisen Vorsicht geboten ist

Reisen

Bochum – Je aussergewöhnlicher, desto besser – für viele Menschen hat die Pauschalreise ausgedient. Aber auch wenn man mittlerweile an die entlegensten Ecken der Erde gelangt, sollten manche Gebiete doch besser gemieden werden. Einen guten Überblick über riskante Reiseziele gibt die „RiskMap“, die alljährlich von der britischen Firma Control Risks erstellt wird.

Dabei wird jedem Land eine Sicherheitsstufe zugeordnet; um diese Werte zu ermitteln, werden Diebstähle, Überfälle, Entführungen und bewaffnete Übergriffe eingerechnet. Wo Touristen im Ausland besonders gut auf sich achtgeben sollten und wo es auch 2014 wieder brenzlig werden kann, hat das e-Touristik-Startup rent-a-guide zusammengefasst.

Sicheres Reisen? Europa weiss, wies geht
Das Sicherheitsrisiko wird in den meisten europäischen Ländern als niedrig eingestuft. Ob Deutschland, Frankreich oder Spanien – hier gilt das Reisen als sehr sicher. Eine noch bessere erreichten die skandinavischen Länder, die Schweiz, Luxemburg und mit Slowenien auch ein osteuropäischer Staat.

Grundsätzlich gibt es nur wenige Ausnahmen in Westeuropa, in denen das Sicherheitsrisiko erhöht ist – beispielsweise auf Sizilien und in weiteren Teilen Süditaliens an der Stiefelspitze, in nördlichen Teilen Albaniens, in Bosnien-Herzegowina, in Teilen Nordirlands sowie in Griechenland. Osteuropa-Fans sollten aufgrund der aktuellen Proteste in der Ukraine stets die Lage im Auge behalten.

Zwischen Korruption, Bandenkrieg und Paradies
Süd- und Mittelamerika Reisen nach Argentinien, Chile und Paraguay gelten als unbedenklich, soweit die gute Nachricht. Schwieriger wird es da schon im mittelamerikanischen Raum: Mexiko wird mittlerweile mit einem hohen Sicherheitsrisiko bewertet, zumindest im Nordteil, rund um Acapulco und an der Golfküste. Und auch die Grenzregion zwischen Venezuela und Kolumbien sowie der Südwesten des kolumbianischen Staates werden als gefährlich eingestuft. Für alle Lateinamerika-Fans gilt ausserdem besondere Vorsicht auf Haiti und Honduras.

Nordamerika steht für Sicherheit
Sicher sollte man auch in den USA und Kanada auf seine Wertsachen aufpassen und gewisse Quartiere und Ecken in den Millionenmetropolen meiden. Trotzdem gilt hier wie auch in Europa: Das nördliche Amerika ist ein sicheres Pflaster für Touristen. Die RiskMap verzeichnet ein insgesamt niedriges Sicherheitsrisiko für die Vereinigten Staaten und den grossen Bruder im Norden.

Ein zweischneidiges Schwert – Der Nahe Osten
Wachsamkeit ist nach wie vor im orientalischen Urlaubsland Algerien geboten. Nach den Unruhen der letzten Monate, Warnungen und Entwarnungen besteht auch für das Ägypten von 2014 ein Sicherheitsrisiko fort, im Nordteil des Sinai gilt sogar ein hohes Risiko. Palästina, Syrien, der Irak, Afghanistan oder Pakistan sind keine Adressen für einen sicheren Urlaub. Die beliebten Touristenziele Tunesien und Marokko sind dagegen nur noch mit einem niedrigen Sicherheitsrisiko bewertet.

In Saudi-Arabien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Sultanat Oman und auch im Grossteil des Iran herrscht ein niedriges Sicherheitsrisiko.

Afrika bleibt Krisengebiet
Mangelnde Sicherheit bleibt in vielen afrikanischen Ländern ein Problem. In Ostafrika zeigt sich aber ein durchaus positiver Trend. So zum Beispiel in Tansania, das sich laut RiskMap auch 2014 weiter positiv entwickeln wird. Als gefährlichstes Land der Welt gilt nach wie vor Somalia. Dort besteht in fast allen Landesteilen das Sicherheitsrisiko „extrem“. Dies gilt auch für die Grenzregion zwischen Sudan und Tschad – und neuerdings für Nord-Mali und den Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. In diesen Ländern sind der Einstufung zufolge Recht und Gesetz ausser Kraft gesetzt, bürgerkriegsähnliche Zustände sind an der Tagesordnung. Afrika-Fans sind in Namibia oder Botswana am besten aufgehoben.

Mit wachem Blick und gesundem Menschenverstand nach Asien
Bei einem Urlaub in Japan oder China setzen sich Urlauber keinen allgegenwärtigen Sicherheitsrisiken aus. Anders sieht es da schon in Teilen Südostasiens aus. In Burma und Kambodscha, in Teilen Indonesiens und auf den Philippinen gilt erhöhte Vorsicht und auch Papua Neuguinea ist als Reiseziel mit hohem Sicherheitsrisiko 2014 nicht unbedingt zu empfehlen. Die Touristen-Hochburg Thailand wird dagegen für Reisende als unbedenklich eingestuft – trotz den aktuellen Protesten. (Controls Risks Group Holdings/mc/pg)

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