Schweizer Premiere: Mischung aus Maus und Pandabär im Papiliorama

Von moneycab - 06:30

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Riesenborkenratten im Papiliorama. (Foto: Papiliorama)

Kerzers – Die Riesenborkenratten ziehen im Papiliorame in Kerzers ein. Die niedlichen Tiere haben in diesen Tagen ihr Quartier im Nocturama bezogen. Offenbar gefällt es ihnen so gut, dass sie sich bereits während der Akklimatisierungsphase vermehrt und drei Jungtiere geboren haben.

Riesenborkenratten (Phloemys pallidus) sind anders als man sich gemeinhin eine Ratte vorstellt. Besucher, die im Papiliorama in Kerzers auf die Tiere stossen und auf einen jungen Pandabären tippen, liegen vor allem in der Grösse falsch. Die Borkenratte ähnelt nämlich eher einer Mischung aus Maus und Pandabär. Während Pandas aber bis zu 100 Kilogramm schwer werden, bleiben die niedlichen Borkenratten mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm doch eher klein.

Mini-Pandas haben bereits Nachwuchs bekommen
Diese Woche sind nun erstmals in der Schweiz fünf der nachtaktiven Tiere ins Nocturama, eine der drei Kuppeln des Papilioramas, eingezogen. Besucher können im Nocturama, wo während den Besuchszeiten tropische Nacht simuliert wird, diese erstaunliche Tierart bestaunen. Dass es den Borkenratten in Kerzers gefällt, haben sie bereits bewiesen. Schon während der Akklimatisierungsphase in einem abgesonderten Bereich haben sie Nachwuchs bekommen. Der Nachwuchs der «Mini-Pandas» streift nun schon fleissig durch das neue Zuhause. Die drei Jungtiere, von denen eines noch gesäugt wird, fressen bereits wie die Eltern Salat, Blätter und Gemüse.

Bald bedrohte Tierart
Gewöhnlich leben die Riesenborkenratten auf den Philippinen auf allen Vegetationsstufen von Meereshöhe bis auf rund 2000 Metern. Den Tieren geht es heute wie vielen Arten. Eigentlich sind ihre Lebensräume unberührte tropische Wäldern, es gelang ihnen aber, sich an die Zivilisation und die zunehmende Kultivierung anzupassen. Sie werden jedoch als Schädlinge und wegen ihres Fleisches gejagt. Noch gelten die Borkenratten nicht als gefährdete Art, neue Studien zeigen aber, dass ihre Population rapide abnimmt. Deshalb ist es wichtig, dass die Tierart auch in Zoos heimisch wird, um die genetische Basis der Tierart langfristig zu erhalten. In den der Vereinigung der Europäischen zoologischen Gärten (EAZA) angeschlossenen Zoos leben heute rund hundert Riesenborkenratten, seit jüngstem auch die fünf Tiere im Papiliorama in Kerzers, welche eine neue genetische Linie darstellen. (Papiliorama/mc/ps)

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