CH-Schluss: SMI verliert 0,7% auf 9’463 Punkte

Von moneycab - 18:15

Eingestellt unter: ! Top, Börsen, Märkte

Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat zur Wochenmitte Einbussen hinnehmen müssen. Nachdem der Leitindex SMI erst am Dienstag eine weitere Jahresbestmarke erreicht hatte, ging es am Mittwoch wieder abwärts. Der SMI war bereits am Morgen mit Abgaben gestartet und baute die Verluste bis Handelsschluss aus. Insbesondere schwächere Finanzwerte und einige Zykliker belasteten.

In Vorfeld der US-Zinsentscheidung am Mittwochabend hielten sich die Anleger zurück. Zwar wurde vom Offenmarktausschuss der Notenbank Fed keine Anhebung erwartet, Hinweise auf den Zinskurs bis Jahresende aber schon. Auch die Handelsgespräche zwischen den USA und China blieben weiter Thema. China sei zuletzt etwas zurückgerudert, hiess es von Händlern. Die Hoffnung auf eine Einigung sei aber weiter hoch. Auch das Tauziehen um eine mögliche Brexit-Verschiebung im Vorfeld des EU-Gipfels trug zur Verunsicherung bei.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,66 Prozent tiefer auf 9’463,32 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,03 Prozent auf 1’457,72 Zähler, und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,56 Prozent auf 11’210,25 Punkte. Von den 30 SLI-Titeln beendeten den Handel nur zwei im Plus, einer (Lonza) unverändert und der Rest im Minus.

Besonders deutlich ging es für Bank-Aktien abwärts. Julius Bär (-4,2%), CS (-3,3%) und UBS (-2,4%) fielen deutlich zurück. Nachrichten gab es dabei nur von der Grossbank UBS. Diese will angesichts der eher schwierigen Lage an den Finanzmärkten weiter sparen. Konzernchef Sergio Ermotti sprach am Mittwoch an einer Konferenz von zusätzlichen 300 Millionen US-Dollar kurzfristiger Kosteneinsparungen.

Auch europaweit gehörten Bankaktien zu den grössten Verlieren, nachdem zu Wochenbeginn noch die Gespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank für Rückenwind gesorgt hatten. Hier mehrten sich zuletzt aber auch kritische Stimmen.

Zykliker und Tech-Aktien hatten angesichts der wieder aufflackernden Konjunktursorgen ebenfalls einen schweren Stand. Zu den grössten Verlierern zählten AMS (-3,6%), Logitech, Swatch (je -2,7%) oder Dufry (-2,3%). Auch die klassischen Konjunkturwerte Kühne+Nagel, ABB, Adecco oder Schindler waren mit -1,5 bis -1,3 Prozent unter Druck.

Grössere Abgaben mussten Vifor Pharma (-2,7%) hinnehmen. Hier hatte Baader Helvea das Kursziel gesenkt. Der Analyst bestätigte aber die „Buy“-Bewertung und attestierte weiter deutliches Aufwärtspotenzial.

Die drei Schwergewichte Nestlé (+0,1%), Roche (+0,3%) und Novartis (-0,3%) machen ihrem defensiven Ruf alle Ehre. Für Nestlé hatte Goldman Sachs das Kursziel angehoben. Für Novartis gab es von Kepler Cheuvreux eine Kurszielerhöhung und einen wohlwollenden Kommentar zur stärkeren Pharma-Ausrichtung.

Ebenfalls klar besser als der Gesamtmarkt hielten sich Lonza (unv.) oder Sonova (-0,2%). Temenos (-0,1%) hatte Vertragsabschlüsse in den USA gemeldet.

Im breiten Markt fielen Mikron (+1,4%) nach Jahreszahlen auf. Zeitweise stieg der Kurs um bis zu 6,8 Prozent. Das Unternehmen konnte mit der Dividende positiv überraschen und will auch in Zukunft profitabel wachsen. Conzzeta (-0,5%) enttäuschte ein wenig mit der Marge der Chemie-Sparte und dem Ausblick. Bei der Outdoor-Sparte Mammut wurden jedoch Fortschritte gemacht und ein kräftiges Wachstum erreicht.

Meyer Burger schlossen am Tag vor der Zahlenpublikation 4,4 Prozent tiefer. Als grösster Tagesgewinner schwangen Huber+Suhner (+4,4%) nach oben aus. (awp/mc/ps)

SIX Swiss Exchange

Börsenkurs bei Google Finance

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *