Uhrenexporte 2025 erneut rückläufig – China bleibt Sorgenkind

Uhrenexporte 2025 erneut rückläufig – China bleibt Sorgenkind
Exportschlager «Moonswatch» von Omega x Swatch. (Bild: Swatch)

Biel – Die Schweizer Uhrenhersteller haben im vergangenen Jahr etwas weniger Uhren ins Ausland exportiert. Dabei gingen besonders die Ausfuhren nach China und Hongkong zurück. Der Export in die USA war mehr oder weniger stabil.

Insgesamt haben die Schweizer Hersteller Uhren im Wert von 25,6 Milliarden Franken exportiert, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mitteilten. Damit nahm das Exportvolumen um 1,7 Prozent ab im Vergleich zum Vorjahr. Nach dem Rekordjahr 2023 war es bereits 2024 zu einem Rückgang um 2,8 Prozent gekommen, der sich nun etwas verlangsamt hat.

«Das Geschäftsjahr 2025 der schweizerischen Uhrenindustrie war von grosser Unsicherheit und anspruchsvolleren Markbedingungen geprägt», heisst es in der Mitteilung des Uhrenverbands. Innert zwei Jahren seien die Exporte nach China um mehr als ein Drittel eingebrochen. Gleichzeitig erreichten der Goldpreis und der Schweizer Franken Rekordwerte, was zu spürbar höheren Kosten von Schweizer Uhren geführt habe.

Zum Jahresende kam es derweil zum Gegentrend: Im Dezember legten die Schweizer Uhrenexporte verglichen mit dem Vorjahresmonat um 3,3 Prozent auf 2,10 Milliarden Franken zu. Während die Ausfuhren nach China (-6,8%) und Hongkong (-8,0%) im Monat weiterhin rückläufig waren, wurden im mittlerweile wichtigsten Markt USA (+19,2%) mehr Uhren exportiert.

Das neue Jahr 2026 dürfte in einem weiterhin von grosser Verunsicherung geprägten Umfeld bestenfalls stabil verlaufen, so der Verband weiter. Zollsorgen mit Blick auf die USA seien nicht zerstreut. Und in Bezug auf den chinesischen Markt sei keine schnelle Erholung zu erwarten. (awp/mc/ps)

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