FKB mit deutlich tieferem Zinsergebnis und entsprechend weniger Gewinn

FKB mit deutlich tieferem Zinsergebnis und entsprechend weniger Gewinn
Hauptsitz der Freiburger Kantonalbank in Freiburg. (Von JoachimKohlerBremen - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=77698370)

Freiburg – Die Freiburger Kantonalbank (FKB) hat 2025 wegen der Zinsentwicklung deutlich weniger verdient. Das Staatsinstitut zeigt sich aber zufrieden und spricht vom drittbesten Ergebnis der Geschichte nach zwei ausserordentlich positiven Vorjahren.

Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung sank laut Mitteilung vom Donnerstag im letzten Jahr um 20,6 Prozent auf 187,8 Millionen Franken. Auf Stufe Reingewinn war der Rückgang mit 5,9 Prozent auf 154,0 Millionen geringer. Dies ist vor allem auf den Abzug für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen, der mit 25 Millionen deutlich kleiner ausfiel als 2024 (63 Mio Fr.).

Im Zinsengeschäft, der Hauptertragsquelle, schrumpfte der Nettoerfolg um über 20 Prozent auf 267,2 Millionen Franken. Grund für den Rückgang waren hier die Senkung des Leitzinses durch die (SNB) und höhere Abzüge bei den Wertberichtigungen für Ausfallrisiken, wie es heisst.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg derweil um 8,3 Prozent auf 45,9 Millionen Franken und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft um 3,5 Prozent auf 12,2 Millionen Franken. Insgesamt ergibt sich beim Geschäftsertrag somit ein Minus von 15,4 Prozent auf 333,8 Millionen Franken.

Höhere Ausgaben für Personal
Bei den Ausgaben verzeichnete die FKB derweil ein Plus von 6,5 Prozent auf 140,2 Millionen Franken und verweist dabei auf eine deutliche Aufstockung beim Personalbestand. Ausserdem sei die Modernisierung des Hauptsitzes und des Filialnetzes fortgesetzt worden. Zudem seien die Investitionen in Digitalisierung und Prozessvereinfachungen intensiviert worden. Das Verhältnis aus Kosten und Erträgen stieg damit von extrem tiefen 33 Prozent auf noch immer sehr gute 42 Prozent.

In der Bilanz stiegen auf der Aktivseite die Hypothekarforderungen um 3,9 Prozent auf 20,6 Milliarden Franken per Ende Jahr. Auf der Passivseite zogen die Kundeneinlagen um 2,4 Prozent auf 17,0 Milliarden an.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt sich die Bank etwas vorsichtig und spricht von einem Jahr der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Allerdings ändere dies nichts an den Gewinnaussichten und man werde die gegenwärtige Strategie entsprechend fortsetzen. (awp/mc/ps)

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