Ölpreise geben nach
New York / London – Die Ölpreise sind am Dienstag nachgeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 67,88 US-Dollar. Das waren 76 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März lag bei 63,01 Dollar. Am Montag war in den USA Feiertag.
Händler blicken auf die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. In Genf wollen Delegationen beider Staaten heute ihre Gespräche unter Vermittlung des Golfstaats Oman fortsetzen. Die indirekten Gespräche zwischen Irans Aussenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff finden laut iranischen Medien in der omanischen Botschaft statt. US-Präsident Donald Trump sagte zu Journalisten, dass er indirekt in diese Gespräche involviert sein werde.
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund einer militärischen Drohkulisse der Vereinigten Staaten statt. Im Januar liess Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit militärischem Eingreifen und liess die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken. Der Iran ist ein wichtiges Ölförderland.
Zudem verhandeln hochrangige Vertreter Russlands und der Ukraine ab heute in der Schweiz wieder über ein Ende des vor vier Jahren begonnen russischen Angriffskriegs. Sollte es bei beiden Konflikten Fortschritte geben, dürfte dies die Ölpreise belasten. Vor allem der Iran-Konflikt hat die Preise seit Jahresbeginn nach oben getrieben. Das erwartete Überangebot an Rohöl in diesem Jahr ist so in den Hintergrund getreten. (awp/mc/ps)