Bystronic dämmt Verlust in 2025 deutlich ein

Bystronic dämmt Verlust in 2025 deutlich ein
Bystronic-CEO Domenico Iacovelli. (Foto: Bystronic)

Zürich – Der Industriekonzern Bystronic hat das «Übergangsjahr» 2025 mit verbesserten Werten abgeschlossen. Im Vergleich zu Vorjahr kamen wieder etwas mehr Aufträge herein und der Verlust konnte nach Abschluss einer Restrukturierung markant verringert werden. Das Marktumfeld dürfte aber auch 2026 nicht mitspielen.

Der Auftragseingang sei um 1,5 Prozent auf 634,5 Millionen Franken gestiegen, teilte der Spezialist für Maschinen zur Blechbearbeitung am Donnerstag mit. Im Jahr zuvor war er noch um 21 Prozent eingebrochen. Der Auftragseingang wuchs dank einer starken Entwicklung in den Bereichen Tube, Bending und Automation; nicht zuletzt auch dank der Nachfrage nach Rechenzentren.

Der Umsatz blieb hingegen mit minus 5,4 Prozent auf 613,2 Millionen Franken rückläufig. Hauptgrund dafür war der tiefere Auftragseingang im Vorjahr. Insgesamt habe sich das Unternehmen mit anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert gesehen, hiess es zum Geschäftsverlauf.

Weiter rote Zahlen
Bystronic hatte bereits im Herbst 2024 eine tiefgreifende Restrukturierung eingeleitet und inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Die realisierten Kosteneinsparungen halfen, das Ergebnis zu verbessern.

Ganz konnten die Kosten aber trotz Einsparungen nicht gedeckt werden. Bystronic weist einen Betriebsverlust EBIT von 19,8 Millionen Franken aus. Im Vorjahr hatte der Fehlbetrag aber noch bei 84 Millionen gelegen.

Auch das Ergebnis fiel mit -28,9 Millionen deutlich besser aus, vergleicht sich das doch mit einem Verlust von 67,6 Millionen Franken in 2024. Als Dividende sollen unverändert 4 Franken je Aktie ausgeschüttet werden.

Erneut schwieriges Jahr erwartet
Mit Blick nach vorne rechnet Bystronic nicht mit einer deutlichen Verbesserung des gesamten Marktumfelds. Positive Impulse erwarte man jedoch weiterhin aus dem Blechbearbeitungsportfolio.

Impulse seien auch vom neuen Geschäft Bystronic Rofin zu erwarten. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übernahme eröffne dieses neue Wachstumschancen. Es wird im Februar vollständig konsolidiert und erzielte 2025 einen Nettoumsatz von rund 80 Millionen Franken.

Für 2026 geht Bystronic von einer Rückkehr zum Umsatzwachstum aus. Zusammen mit den deutlich verbesserten Betriebskosten mache das Unternehmen damit den nächsten Schritt in Richtung Profitabilität.

«Diese Verbesserungen geben uns Vertrauen, gut vorbereitet zu sein, wenn sich die Marktbedingungen erholen», lässt sich CEO Domenico Iacovelli zitieren.

Neuer Aktionärsbindungsvertrag
Bystronic sei zudem darüber informiert worden, dass der Aktionärsbindungsvertrag der Aktionärsgruppe Auer, Schmidheiny und Spoerry am 30. Juni 2026 auslaufe. Diese hatte zuletzt einen Anteil von 51 Prozent der Stimmen gemeldet.

Die «grosse Mehrheit» der Mitglieder dieser Aktionärsgruppe habe jedoch einen Folgevertrag abgeschlossen, erklärte Bystronic weiter. Der neue Vertrag werde nahtlos in Kraft treten. (awp/mc/ps)

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