Berner Insel-Spitalgruppe ist wieder zurück in der Gewinnzone
Bern – Die Berner Insel-Spitalgruppe hat 2025 wieder schwarze Zahlen geschrieben und einen Konzerngewinn von 134,8 Millionen Franken ausgewiesen. Haupttreiber des deutlichen Gewinns sind unter anderem höhere Erträge und tiefere Personalkosten, wie die Gruppe am Montag mitteilte.
Noch 2024 hatte die Insel-Gruppe einen Verlust von 23,7 Millionen Franken geschrieben. Die Ebitda-Marge stieg nun laut Mitteilung von 5,5 auf 14 Prozent. Das Ergebnis enthält einen einmaligen positiven Sondereffekt von 49,6 Millionen Franken im Zusammenhang mit der Bernischen Pensionskasse (BPK).
Spitalbetrieb mit Gewinn von über 126 Millionen Franken
Im Spitalbetrieb erzielte die Insel-Gruppe 2025 einen Gewinn von 126,2 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 50,6 Millionen Franken angefallen war, wie es weiter hiess.
Der Betriebsertrag nahm um 147,2 Millionen Franken zu. Gleichzeitig sanken gemäss Communiqué die Personalkosten um 3,1 Prozent. Positiv, so die Spitalgruppe weiter, wirkten zudem die Tarifabschlüsse mit Versicherern sowie eine höhere Kantonsabgeltung für die ärztliche Weiterbildung (+9,6 Millionen Franken).
Mehr Patienten behandelt
2025 behandelte die Insel-Gruppe 55’802 stationäre (+3,0 Prozent) und 893’207 ambulante Patientinnen und Patienten (+4,8 Prozent). Der Schweregrad der stationären Fälle habe sich weiter erhöht, hiess es.
Die Investitionen beliefen sich 2025 auf 94,9 Millionen Franken, wovon 71,3 Millionen in die Erneuerung des Marie-Colinet-Hauses – des Gebäudes der Frauenklinik und der Augenklinik – flossen. Gleichzeitig reduzierte die Insel-Gruppe ihre kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 80 Millionen Franken.
Die Insel-Gruppe besteht aus dem Universitätsspital Inselspital Bern, dem Berner Reha-Zentrum und den drei Landspitälern Aarberg, Belp und Riggisberg. Es handelt sich gemäss eigenen Angaben um eines der grössten medizinischen Vollversorgungssysteme der Schweiz. (awp/mc/pg)