Devisen: Relativ wenig Bewegung – Dollar hält Stärke
Zürich – Trotz neuer gegenseitiger Drohungen zwischen den USA und dem Iran halten sich die Bewegungen am Devisenmarkt derzeit in Grenzen. Die Auswirkungen des Krieges seien weiterhin kaum abschätzbar, heisst es im Handel.
Grundsätzlich tendiert der Greenback aber – wie bereits seit Kriegsbeginn – zur Stärke. Auch über das Wochenende hat er zu Euro und Franken wieder etwas zugelegt, notiert aber unter den Höchstständen von Anfang letzter bzw. Ende vorletzter Woche. Das Euro/Dollar-Paar kostete am Montagmorgen 1,1525 nach 1,1556 am Freitagabend, im Jahrestief (13.3.) waren es nur gut 1,14 gewesen.
Das Dollar/Franken-Währungspaar kostete zuletzt 0,7902 nach 0,7885, wobei hier vor gut einer Woche noch 0,7960 bezahlt worden waren. Das Jahreshoch stammt hier von Mitte Januar bei 0,8043. Das Euro/Franken-Paar trat zuletzt bei Kursen von 0,9108 mehr oder weniger auf der Stelle, wobei das Tief vor 14 Tagen knapp unter 0,90 gelegen hatte. Letzte Woche hatte die Nationalbank (SNB) im Rahmen ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung ihre erhöhte Bereitschaft für Interventionen am Devisenmarkt zur Schwächung des Frankens betont, was dem Franken dann auch etwas zusetzte.
Grundsätzlich seien die Auswirkungen des Iran-Krieges auf Wirtschaft und Geldpolitik weiterhin kaum abzuschätzen – und somit auch die Auswirkungen auf die Wechselkurse, meint die Commerzbank in einem Kommentar. Der Ausblick sei derzeit etwa ähnlich unsicher wie zum Ausbruch des Ukraine-Krieges oder gar zu Beginn der Corona-Pandemie.
Am Nachmittag stehen mit dem Chicago Fed Nat Activity Index, den US-Bauinvestitionen und dem Konsumentenvertrauen im Euroraum noch einige Makrodaten an, die laut Händlern etwas Bewegung in den Markt bringen könnten. (awp/mc/ps)