VAT mit starker Auftragslage trotz Lieferkettenprobleme im Q1
Haag – Der Vakuumventil-Hersteller VAT hat im ersten Quartal wie angekündigt durch den Nahostkonflikt weniger umgesetzt als im Vorjahr. Dafür fällt der Ausblick auf das zweite Jahresviertel optimistischer aus, und auch die Guidance für das Gesamtjahr wird bestätigt.
Konkret lag der Umsatz mit 220,9 Millionen Franken um knapp 20 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie VAT am Donnerstag mitteilte. Damit ging der Umsatz nicht ganz so stark zurück wie noch Ende März befürchtet, als VAT rund 215 Millionen ankündigte.
Zudem lag der Auftragseingang mit 356,3 Millionen um deutliche 47,4 Prozent und auch der Auftragsbestand mit 431,3 Millionen um 27,2 Prozent über den Vorjahreszahlen. Auch im Vergleich zum Schlussquartal 2025 waren die Auftragsbücher deutlich besser gefüllt. Dies unterstreiche die strukturell hohe Nachfrage nach Halbleiterfertigungskapazitäten, heisst es.
Da die Umsätze vom ersten Quartal nicht verloren, sondern nur in das zweite verschoben werden, fällt der Ausblick entsprechend positiv aus. So erwartet VAT für das zweite Jahresviertel nun einen Umsatz im Bereich von 265 Millionen bis 295 Millionen Franken. Das Verhältnis von Aufträgen zu Umsatz, die Book-to-bill Ratio, soll weiterhin über 1 liegen.
Auch für das Gesamtjahr hält VAT an seinem Ausblick fest. Die Verzögerungen durch den Nahostkonflikt im ersten Jahresviertel hätten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzguidance für 2026. Somit sollen Auftragseingang, Umsatz, EBITDA, EBITDA-Marge, Reingewinn und freier Cashflow im Gesamtjahr 2026 über dem Niveau von 2025 liegen. (awp/mc/ps)