Kyndryl: Die KI-Readiness-Lücke – Warum Unternehmen trotz Milliardeninvestitionen nicht vorankommen

Kyndryl: Die KI-Readiness-Lücke – Warum Unternehmen trotz Milliardeninvestitionen nicht vorankommen
Jacqueline Wild, Vice President und General Manager von Kyndryl. (Foto: zvg)

Zürich – Die KI-Ausgaben sind in die Höhe geschossen – sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 33 %. Trotzdem stagnieren Unternehmen: Sie versprechen sich viel von künstlicher Intelligenz, bringen aber ihre Initiativen nicht über die Pilotphase hinaus. Der Kyndryl Readiness Report 2025 analysiert diese kritische Diskrepanz basierend auf 3’700 befragten Führungskräften aus 21 Ländern und zeigt: Die Lücke zwischen Ambition und Realität wird nicht kleiner – sie wird zum strategischen Risiko.

Diese Frage ist für Unternehmen weltweit und in der Schweiz gleichermassen relevant: Um in der heutigen digitalen Welt erfolgreich zu sein, gilt es, KI nicht nur schneller in den produktiven Einsatz zu bringen, sondern dies auch in einem Umfeld steigender Anforderungen an Governance, Datenschutz und Cyber-Resilienz zu tun.

«Die Diskrepanz zwischen Selbsteinschätzung und Realität ist gravierend: Während 90 % der Organisationen überzeugt sind, die richtigen Tools zu haben, werden über die Hälfte durch ihre eigene technologische Infrastruktur ausgebremst. Gleichzeitig fehlt es an qualifizierten Mitarbeitenden mit den notwendigen KI-Kompetenzen. Die gute Nachricht: Diese Lücke zu schliessen ist machbar – wenn Unternehmen Infrastruktur-Modernisierung und Workforce-Transformation als gemeinsame Priorität verstehen», erklärt Jacqueline Wild, Vice President und General Manager von Kyndryl in der Schweiz und in Österreich.

Bereits der erste Kyndryl Readiness Report 2024 zeigte eine kritische Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und tatsächlicher Bereitschaft: Während 90 % der Unternehmenslenker ihre IT-Infrastruktur für «Best in Class» hielten, stuften nur 39 % sie als zukunftsfähig ein. Trotz erzielter Fortschritte besteht diese Spannung fort. Die Ergebnisse für 2025 zeigen klar:

  • Steigende Rendite, aber KI verbleibt in der Experimentierphase: 54 % der Unternehmen berichten von positiven Renditen aus KI-Investitionen – ein Plus von 12 % gegenüber 2024. Gleichzeitig geben drei von fünf Führungskräften an, stärker als im Vorjahr unter Druck zu stehen, messbare Ergebnisse zu liefern. Dennoch haben 62 % ihre KI-Initiativen bislang nicht über die Pilotphase hinausgeführt.
  • Vertrauen übersteigt weiterhin tatsächliche Fähigkeiten: 90 % sagen, ihre Tools und Prozesse erlauben es ihnen, neue Ideen rasch zu testen und zu skalieren. Gleichzeitig sehen mehr als die Hälfte ihren grundlegenden Technologie-Stack als Innovationshemmnis.
  • KI treibt die Transformation der Arbeitswelt voran, doch Qualifikationslücken bleiben: 87 % erwarten, dass KI innerhalb von 12 Monaten Arbeitsplätze in ihrem Unternehmen «vollständig» verändern wird. Dennoch berichten viele, dass ihre Mitarbeitenden KI bislang nur selten nutzen und nur wenige über die notwendigen technischen Kompetenzen verfügen.

KI-Ausgaben steigen mit den Erwartungen an den ROI – Cyber-Resilienz im Fokus

Führungskräfte aus sämtlichen Branchen und Ländern berichten, dass die KI-Ausgaben ihrer Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr im Durchschnitt um 33 % gestiegen sind. 68 % geben an, dass sie «stark» in mindestens eine Form von KI investieren. Mit steigenden Investitionen wachsen auch die Erwartungen, den geschaffenen Mehrwert nachzuweisen und abzusichern. Besonders deutlich zeigt sich dies im Bereich Cybersicherheit, der aktuell als häufigster Anwendungsbereich für KI genannt wird.

Talente und Unternehmenskultur – die nächste Readiness-Front

Beim Skalieren von Innovation erweist sich die Bereitschaft der Mitarbeiter als zentrales Hindernis und gleichzeitig als entscheidende Chance. Neben technologischen Hürden wird vor allem die organisatorische Bereitschaft zunehmend zum entscheidenden Faktor für die Skalierung von Innovation. Nur 29 % sehen ihre Belegschaft ausreichend vorbereitet, KI erfolgreich im Arbeitsalltag einzusetzen. Viele Unternehmen kämpfen zudem mit kulturellen Hürden. Fast die Hälfte der CEOs berichtet, dass ihr Unternehmen Innovation ausbremst (48 %) und Entscheidungen zu langsam trifft (45 %). Die Vorreiter (im Bericht «Pacesetters» genannt) investieren nicht nur in Innovation, sondern setzen gezielt auf Unternehmenskultur, Weiterbildung und Führungsabstimmung.

Im Vergleich zu Unternehmen, die in diesen Bereichen hinterherhinken, sind Pacesetters:

  • 32 % seltener der Meinung, dass ihr Technologie-Stack ein Hindernis darstellt;
  • 30 % häufiger der Ansicht, dass ihre Cloud sich an neue Vorschriften anpassen kann;
  • 20 % seltener von Cyber-Ausfällen im vergangenen Jahr betroffen.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter Kyndryl Readiness Report. (Kyndryl/mc/hfu)



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