Swisscom Cybersecurity Threat Radar 2026: Geopolitik und KI verschärfen die Bedrohungslage

Swisscom Cybersecurity Threat Radar 2026: Geopolitik und KI verschärfen die Bedrohungslage
(Symbolbild: Gorodenkoff /AdobeStocks)

Bern – KI-basierte Angriffe werden präziser, Hacker-Gruppen arbeiten immer professioneller und Sicherheitsrisiken in globalen Lieferketten nehmen weiter zu. Die neue Ausgabe des «Cybersecurity Threat Radar 2026» zeigt ein verschärftes Lagebild gegenüber 2025.

Der jährlich erscheinende Cybersecurity Threat Radar von Swisscom zeigt deutlich, wie stark geopolitische Entwicklungen und disruptive Technologien die Cyberbedrohungslage in der Schweiz prägen. Staatlich motivierte Angriffe, hybride Einflussnahme wie Desinformation sowie Risiken entlang von Lieferketten, künstlicher Intelligenz und industriellen Systemen nehmen stark zu. Der vorliegende Radar ordnet diese Entwicklungen ein und macht deutlich: Cybersecurity ist längst nicht mehr nur eine technische Aufgabe, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.

Supply Chain, KI und digitale Souveränität im Fokus
Software‑Lieferketten bleiben ein zentrales Risiko: Schon eine kompromittierte Komponente oder ein manipulierter Update‑Prozess kann zu weitreichenden Folgen führen. Herkunft, Integrität und Nachvollziehbarkeit müssen deshalb überprüfbar bleiben. KI wirkt als Risiko‑Multiplikator: Unkontrollierte Systeme vergrössern die Angriffsfläche und erschweren Governance und Compliance. Zudem nimmt «Shadow AI» – der Einsatz nicht autorisierter KI‑Tools – zu.

Auch das Thema «Digitale Souveränität» wird immer wichtiger: Unternehmen müssen wissen, wo Daten verarbeitet werden, welchen Regeln Anbieter unterstehen und wie gross die Abhängigkeit von einzelnen Plattformen ist. Diese Transparenz wird zur Voraussetzung für Handlungsfähigkeit.

OT‑Security: Der lange unterschätzte Risikobereich
Produktionsanlagen, Energie‑ und Versorgungssysteme oder Gebäudeautomation sind heute vernetzt – und damit angreifbar. Die IT/OT‑Konvergenz erhöht die Komplexität; Vorfälle können neben finanziellen Schäden im Extremfall auch physische Folgen haben. Entsprechend gehört OT‑Security auf die Agenda der Geschäftsleitung und sollte fixer Bestandteil in der Cyber‑ und Risikostrategie sein.

Geopolitik als Risikotreiber
Cyberangriffe, Desinformation und politische Einflussnahme greifen ineinander. Diese oft verdeckten Aktivitäten sind schwer zu erkennen – ihre Auswirkungen können jedoch bis zur Destabilisierung von Unternehmen, kritischen Infrastrukturen und Gesellschaften reichen. Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Interessenkonflikte treiben staatlich motivierte Cyberangriffe zusätzlich an.

Sicher durch die Cyberwelt
Der Cybersecurity Threat Radar von Swisscom dient als Leitfaden und Kompass, um Unternehmen sicher durch die Cyberwelt zu führen. Der Report zeigt die Methoden der Cyberkriminellen auf und hilft, deren Vorgehensweisen besser zu verstehen. Verfasst von Security-Expertinnen, bietet er einen Einblick in deren Praxisalltag. Zudem umfasst er eine detaillierte Analyse aktueller Trends und Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit und erläutert effektive Gegenmassnahmen, um Angriffe frühzeitig zu erkennen und effizient abzuwehren. (Swisscom/mc/hfu)


Swisscom Cyber Security Threat Radar 2026

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