Ölpreise geben weiter nach

Ölpreise geben weiter nach
(Adobe Stock)

New York / London – Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Talfahrt der vergangenen Handelstage fortgesetzt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August rutschte im frühen Handel zeitweise unter 76 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Zuletzt stand die Notierung bei 76,75 Dollar und damit etwa ein halbes Prozent tiefer als am Vortag. Am vergangenen Freitag war der Preis für Nordseeöl noch über 80 Dollar gehandelt worden.

Mittlerweile wird Rohöl der Sorte Brent nur noch knapp über dem Niveau gehandelt, das vor dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar herrschte. Zuletzt hatten Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise belastet. Zudem passieren immer mehr Handelsschiffe die Strasse von Hormus und ermöglichen so den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat mitgeteilt, dass sie Sicherheitsgarantien erhalten habe, die es Hunderten von Schiffen ermöglichen, den Persischen Golf zu verlassen. Die Strasse von Hormus ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für die Lieferung von Rohöl. Die Blockade der Meerenge infolge des Iran-Kriegs hatte den Ölpreis im März zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.

Rohstoffexperten vom US-Handelshaus Enverus rechnen in den kommenden Tagen nicht mehr mit einem weiteren deutlichen Rückgang der Ölpreise. Sie erwarten vielmehr eine Bodenbildung bei der Notierung für Öl der Sorte Brent im Bereich von 75 Dollar. (awp/mc/pg)

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