Devisen: Dollar schwächer zum Yen nach Interventionen – Wenig Veränderung sonst

Devisen: Dollar schwächer zum Yen nach Interventionen – Wenig Veränderung sonst
Der Yen ist von Japan und den USA gemeinsam gestützt worden.

Zürich – Der US-Dollar hat sich zum Wochenbeginn gegenüber Euro und Franken kaum bewegt. Im Fokus steht aber vor allem der Yen.

So hat Japan erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um die schwächelnde eigene Währung zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass man in Abstimmung mit den USA Yen gekauft habe, um «übermässige Volatilität und ungeordnete Bewegungen» der japanischen Landeswährung einzudämmen. Die Regierung stehe ausserdem weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Massnahmen am Devisenmarkt ergreifen.

Der Yen war in den vergangenen Wochen und Monaten stark unter Druck geraten und Ende Juli gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen. Ende vergangener Woche legte er wegen der Intervention stark zu und setzte die Kursgewinne am Montag fort. Marktteilnehmer hatten denn auch bereits vor dem Wochenende darüber spekuliert. US-Präsident Donald Trump wertete derweil die gemeinsame Intervention als Beleg für die guten Beziehungen zwischen Tokio und Washington.

Ausserdem wird am Devisenmarkt weiterhin über den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed von letzter Woche diskutiert. Vor allem die (Nicht-)Kommunikation von Fed-Chef Kevin Warsh sorgt für anhaltenden Gesprächsstoff.

Nach seiner ersten Fed-Sitzung habe Warsh noch den Eindruck von Souveränität an den Märkten hinterlassen, schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Der Dollar habe damals deutlich profitieren können. Nach seiner zweiten Sitzung vergangene Woche habe sich das Bild dann doch deutlich gedreht: Seine Ansicht, dass man dem Markt doch möglichst wenig Guidance geben müsse, sei alles andere als gut angekommen. Der Dollar geriet daher klar unter Druck, obwohl das Fed an den Zinsen wie erwartet nichts geändert hatte.

Das EUR/USD-Paar notiert entsprechend mit aktuell 1,1534 weiterhin über der Marke von 1,15, nachdem es vor dem Entscheid zum Teil noch weniger als 1,14 gewesen waren. Im Vergleich zum späten Freitagabend sind die Bewegungen aber minim. Das USD/CHF-Paar notiert mit 0,8085 deutlich unter den phasenweise 0,82 vor dem Fed-Entscheid, im Vergleich zum Freitagabend ist die Veränderung aber gering. EUR/CHF kostet derweil aktuell 0,9325. (awp/mc/ps)

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