Ölpreise legen erneut zu – Schifffahrt in der Strasse von Hormus weiter bedroht

Ölpreise legen erneut zu – Schifffahrt in der Strasse von Hormus weiter bedroht
(Photo by Ben Wicks on Unsplash)

New York/London – Die Ölpreise haben am Mittwoch weiter zugelegt. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober stieg im frühen Handel knapp über 90 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zuletzt stand die Notierung etwas tiefer bei 89,47 Dollar und damit ein halbes Prozent höher als am Vortag.

Seit Beginn der Woche hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als fünf Dollar je Barrel verteuert. Für Preisauftrieb sorgt die Entwicklung im Nahen Osten. Nach wie vor ist keine Einigung zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Kriegs in Sicht. Die Öltransporte aus den Fördergebieten des Persischen Golfs durch die Strasse von Hormus bleiben somit gestört.

Noch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die vom Iran faktisch blockierte Strasse von Hormus. Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte zuletzt auf der Plattform X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an. Es bestehe weiterhin das Risiko von treibenden oder nicht kartierten Minen. Handelsschiffe verkehrten nach Angaben der Behörde weiter nur auf reduziertem Niveau.

Der jüngste Anstieg der Ölpreise mache deutlich, dass die Märkte mit Blick auf eine Einigung im Iran-Krieg skeptisch seien, heisst es in einem Kommentar von Rohstoffanalysten der Commonwealth Bank of Australia. Gleichzeitig greifen Industriestaaten weiter auf ihre Ölreserven zurück. «Der Abbau der weltweiten Lagerbestände drohe den Preis für Öl der Sorte Brent in Richtung der Marke von 100 Dollar pro Barrel zu treiben», schreiben die Experten. (awp/mc/pg)

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