Europa-Verlauf: Börsen treten zu Wochenbeginn auf der Stelle
Paris / London / Zürich – An den europäischen Aktienmärkten hat zu Wochenbeginn die Vorsicht dominiert. Anleger mieden angesichts des weiterhin ungelösten Iran-Krieges Risiken, hiess es aus dem Markt. Zudem richteten sich die Blicke bereits auf die Quartalszahlen von Nvidia am Mittwoch und auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole, das ab Donnerstag stattfindet.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor gegen Mittag 0,1 Prozent auf 6.457,96 Punkte. Ausserhalb des Euroraums zeigte sich ein ähnliches Bild. So sank der Schweizer Leitindex SMI ebenfalls um 0,1 Prozent auf 14.442,79 Punkte, während der britische FTSE 100 0,2 Prozent höher notierte.
Laut Marktexperte Jochen Stanzl von der Consors Bank stehen die Märkte in dieser Woche gleich vor einem dreifachen Belastungstest: «Nvidias Zahlen, die Präzisierung wirtschaftlicher (US-)Sanktionen gegen den Iran und das Notenbanktreffen in Jackson Hole. Jedes dieser Ereignisse habe für sich betrachtet das Potenzial, neue Unruhe an den Märkten auszulösen, so Stanzle.
Von der Rede des Fed-Chefs, die am Freitag auf der Jackson-Hole-Agenda steht, erhoffen sich die Anleger Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank angesichts hoher Ölpreise und gestiegener Anleiherenditen. Entscheidend werde sein, ob Kevin Warsh stärker über Inflation oder über den Anleihemarkt besorgt sei, so Josh Gilbert, Analyst bei eToro.
Unter den Einzelwerten gab die Aktie des Chip-Herstellers STMicro an der Börse in Frankreich moderat nach. Die Papiere des Zulieferers ASML notierten indessen leicht im Plus. Insgesamt büsste der Sektor der Technologiewerte 0,5 Prozent ein.
An der Spitze bei den europäischen Sektoren lagen Reise- und Lufrfahrtwerte mit einem Plus von rund 1,0 Prozent. Die Branche profitierte dabei etwas gesunkenen Ölpreisen. Der Sektor der Öl- und Energiewerte gab indessen nach. (awp/mc/pg)