Helvetica Swiss Living Fund steigert im ersten Halbjahr 2026 den Nettoertrag

Helvetica Swiss Living Fund steigert im ersten Halbjahr 2026 den Nettoertrag
Dominik Fischer, CEO Helvetica. (Foto: zvg)

Zürich – Der Helvetica Swiss Living Fund (HSL Fund) hat im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoertrag von CHF 1.58 pro Anteil erwirtschaftet und bestätigt das Ausschüttungsziel von mindestens CHF 2.80 pro Anteil für das laufende Geschäftsjahr; nach sechs Monaten sind rund 56% der angestrebten Jahresausschüttung erwirtschaftet. Der Leerstand sank auf 2.2%, den tiefsten Stand seit Lancierung des Fonds, die Mietzinsausfallrate auf 3.53% (4.38%). Die Betriebsgewinnmarge (EBIT-Marge) stieg dadurch auf 67.5%, die Anlagerendite beträgt 2.57%. Die im Juni 2026 durchgeführte Kapitalerhöhung im Umfang von rund CHF 41 Mio. wurde vollumfänglich gezeichnet.

Ertragslage und operative Kennzahlen
Der HSL Fund erzielte im ersten Halbjahr 2026 Erträge von CHF 10.50 Mio. (CHF 10.28 Mio. in der Vorjahresperiode). Der Rückgang der Mietzinseinnahmen um 4.6% gegenüber dem Vorjahr ist auf den tieferen Liegenschaftsbestand zurückzuführen und wurde durch deutlich reduzierte Mietzinsausfälle aufgefangen: Dank weiter gesenkter Leerstände (2.2% per Stichtag) sank die Mietzinsausfallrate auf 3.53% und liegt damit klar unter der Vorjahresperiode (4.38%).

Die Betriebsgewinnmarge (EBIT-Marge) stieg deutlich auf 67.5% (65.6%), insbesondere dank Optimierungen in Verwaltung sowie Betriebs- und Unterhaltskosten. Auf dieser Basis erwirtschaftete der Fonds einen Nettoertrag von CHF 6.25 Mio. bzw. CHF 1.58 pro Anteil (CHF 1.56 im Vorjahr) und bleibt damit auf Kurs, erneut eine Ausschüttung auf dem Mindestzielniveau von CHF 2.80 pro Anteil auszuzahlen.

Wertentwicklung und Anlagerendite
Der Verkehrswert des Portfolios stieg im ersten Halbjahr 2026 um CHF 8.2 Mio. auf CHF 512.7 Mio. Dazu trugen der Verkauf von zwei Liegenschaften (CHF 50.7 Mio.), der Ankauf von drei Liegenschaften (CHF 56.7 Mio.) sowie eine Aufwertung des Bestandsportfolios um 0.5% (like-for-like) bei.

Verkauft wurde eine Liegenschaft in Biel (Poststrasse 32-44b), die bisher grösste Liegenschaft im Portfolio mit kurzfristigem Sanierungsbedarf sowie eine Liegenschaft in Zürich (Gagliardiweg 9), welche aufgrund ihrer städtischen Lage und somit tiefen Rendite nicht mehr dem strategischen Investitionsprofil entsprach. Aus den beiden Verkäufen resultierte ein realisierter Kapitalerfolg von insgesamt rund CHF 3.8 Mio.

Gekauft wurden drei Liegenschaften in Villmergen (AG), Romanshorn (TG) und Emmen (LU), zu Nettorenditen über dem Fondsdurchschnitt. Nach dem Bilanzstichtag hat der Fonds im August 2026 eine Wohnliegenschaft in Liestal (BL) für CHF 14.0 Mio. rückwirkend per 01. Juli 2026 erworben.

Der Inventarwert (NAV) pro Anteil entwickelte sich von CHF 102.69 per 31. Dezember 2025 auf CHF 102.46 per 30. Juni 2026 unter Berücksichtigung der im April 2026 ausbezahlten Ausschüttung von CHF 2.80 pro Anteil. Daraus resultiert eine Anlagerendite von 2.57%.

Ausblick
Der HSL Fund investiert in Wohnliegenschaften an suburbanen Wachstumslagen und richtet sein Angebot konsequent auf Familien und Mehrpersonenhaushalte im bezahlbaren Segment aus: über 90% der Mieterträge stammen aus Wohnnutzung, rund 80% der Wohnungen verfügen über 3.5 Zimmer oder mehr. Im März 2026 hat die Fondsleitung vier Werttreiber kommuniziert – aktive Vermietung, Optimierung der Betriebs- und Unterhaltskosten, Investitionen in den Bestand und Transaktionen. Das Halbjahresergebnis reflektiert dies: mehr Ertrag pro Anteil bei gleichzeitig tieferem Leerstand und tieferen Kosten.

Für das zweite Halbjahr 2026 legt die Fondsleitung den Fokus entsprechend auf:

  • Wertschaffung im Bestand: Umsetzung des Sanierungsprojekts in Nidau (BE) sowie Weiterentwicklung der Projekte in der Sanierungspipeline;
  • Operative Effizienz: aktives Asset Management mit tiefen Leerständen, schlanker Kostenstruktur und konsequenter Realisierung von Potenzialen;
  • Erträge und Ausschüttung: Sicherung einer hohen Ertragskraft und Erreichen der Zielausschüttung von CHF 2.80 pro Anteil für das Geschäftsjahr 2026;
  • Weiteres Wachstum entlang der Fondsstrategie und wertschaffende Investitionen in den Bestand.

(Helvetica/mc/ps)

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