Mastercard: KI wird zum Einkaufsassistenten der Zukunft
Zürich – Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom digitalen Ratgeber zum aktiven Einkäufer. Laut dem neuen Mastercard-Report «A Short History of the Future of Shopping and Payments» könnte bis 2030 mehr als jede zehnte Online-Käuferin und jeder zehnte Online-Käufer KI-Agenten regelmässig mit dem Einkauf und der Bezahlung von Produkten beauftragen. Gleichzeitig zeigt die Studie: Vor allem die junge Generation ist bereit, Kaufentscheidungen zunehmend an KI zu delegieren.
Einkaufen könnte in wenigen Jahren grundlegend anders aussehen. Statt selbst nach Produkten zu suchen, Preise zu vergleichen und Bestellungen auszulösen, werden Konsumentinnen und Konsumenten diese Aufgaben zunehmend an intelligente KI-Agenten übertragen. Zu diesem Schluss kommt der neue Mastercard-Report «A Short History of the Future of Shopping and Payments», der gemeinsam mit internationalen Zukunftsforschern entwickelt wurde. Dem Bericht zufolge könnten bis 2030 weltweit mehr als 300 Millionen Online-Shopper regelmässig KI-Agenten für Einkauf und Bezahlung einsetzen.
«KI beeinflusst heute bereits, was Menschen kaufen. Künftig wird die KI den Einkauf auch aktiv für die Menschen erledigen. Damit beginnt die wohl grösste Veränderung des Einkaufserlebnisses seit der Verbreitung des Online-Handels», sagt Daniela Massaro, Country Manager Mastercard Schweiz und Liechtenstein.
Jugendliche zeigen den Weg
Diese Prognosen werden durch aktuelle Mastercard-Forschung gestützt. Für die Studie wurden 26’000 Eltern und Jugendliche in 13 Ländern befragt. Dabei zeigt sich: Jugendliche nutzen KI bei Einkaufsentscheidungen bereits heute deutlich häufiger als ihre Eltern.
Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen:
- 27 Prozent der Jugendlichen würden einen vollständig KI-gesteuerten Einkaufsassistenten nutzen, der Produkte empfiehlt, auswählt und Einkäufe selbstständig abschliesst. Bei den Eltern liegt dieser Anteil bei 16 Prozent.
- 18 Prozent der Jugendlichen verwenden jede Woche KI, um den besten Preis oder Rabatt zu finden. Bei den Eltern sind es 10 Prozent.
- 31 Prozent der Jugendlichen vertrauen Produktempfehlungen einer KI stärker als den Empfehlungen von Freunden. 23 Prozent würden sogar eher auf KI als auf den Rat ihrer Eltern hören.
- 67 Prozent der Eltern erwarten, dass KI-gestütztes Einkaufen die Generation ihrer Kinder prägen wird. Für die eigene Generation glauben dies lediglich 5 Prozent der Eltern.Einkaufen wird automatisiert, Shopping bleibt Erlebnis
Die Zukunftsforscher hinter dem Bericht erwarten, dass zunächst alltägliche und wiederkehrende Einkäufe an KI-Agenten delegiert werden. Dazu zählen beispielsweise Lebensmittel, Medikamente oder Abonnements. Shopping wird dadurch weniger zur Pflichtaufgabe und stärker zum bewussten Erlebnis für Inspiration, Entdeckung und Freizeit.
«Bis 2030 werden Kaufen und Shoppen nicht mehr dasselbe sein. KI-Agenten übernehmen Routinekäufe, während Shopping zu einer bewussten Aktivität für Entdeckung, Inspiration und Freude wird», sagt der Schwedische Zukunftsforscher Magnus Lindkvist, der an der Studie beteiligt war.
Neue Anforderungen für den Handel
Für den Detailhandel bedeutet diese Entwicklung einen tiefgreifenden Wandel. Künftig müssen Unternehmen nicht nur Menschen, sondern auch KI-Agenten als Kundschaft bedienen. Produktinformationen, Nachhaltigkeitsnachweise, Bewertungen oder Rückgaberichtlinien müssen so aufbereitet werden, dass sie von KI-Systemen gelesen und überprüft werden können.
Der Report identifiziert dabei Vertrauen als entscheidenden Erfolgsfaktor. Konsumentinnen und Konsumenten müssen darauf vertrauen können, dass KI-Agenten sicher, transparent und in ihrem Interesse handeln. Fragen rund um die Themen Identität, Zustimmung, Autorisierung und Haftung werden deshalb weiter an Bedeutung gewinnen.
«Jeder grosse Entwicklungsschritt im Handel war letztlich ein Entwicklungsschritt im Vertrauen. Die nächste Vertrauensstufe besteht darin, dass Menschen Technologie nicht nur bei der Information, sondern auch bei Entscheidungen und Transaktionen vertrauen», sagt Zukunftsforscher Magnus Lindkvist.
Die Entwicklung hat bereits begonnen
Der Blick in die Zukunft ist nicht rein theoretisch. Mastercard hat gemeinsam mit Partnern bereits die erste autonome KI-gestützte Zahlungstransaktion Europas durchgeführt. Sie zeigt, wie KI-Agenten Einkäufe und Bezahlvorgänge unterstützen können, ohne Sicherheit, Transparenz oder die Kontrolle durch die Konsumentinnen und Konsumenten zu gefährden. (Mastercard/mc/hfu)
| Über Mastercard (NYSE: MA) Mastercard stärkt die Wirtschaft und unterstützt die Menschen in mehr als 200 Ländern und Territorien weltweit. Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden arbeiten wir an einer nachhaltigen Wirtschaft, in der jede und jeder erfolgreich sein kann. Wir bieten eine grosse Bandbreite an digitalen Zahlungsmöglichkeiten, die Transaktionen einfach, sicher, smart und leicht zugänglich machen. Unsere Technologien und Innovationen, Partnerschaften und Netzwerke bilden eine einzigartige Kombination an Produkten und Lösungen, die Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Behörden helfen, ihr volles Potenzial zu erreichewww.mastercard.com Methodik Mastercard hat gemeinsam mit seinem Forschungspartner Opinium eine Studie durchgeführt, um die Einstellung zur Nutzung von KI-Assistenten im Einkauf und Zahlungsverkehr bei Eltern und ihren jugendlichen Kindern zu untersuchen. Die Befragung hat im Juni und Juli 2026 stattgefunden. Insgesamt wurden 13’000 Eltern-Kind-Paare im Alter von 13 bis 18 Jahren befragt, was einer Gesamtstichprobe von 26’000 Personen entspricht. Die Erhebung umfasst 13 Märkte: Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, die Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Spanien und das Vereinigte Königreich. |