Rüstungsfirma Ruag plant Abbau von bis rund 50 Stellen
Bern – Der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag hat eine Reorganisation angekündigt, die bis zu 49 Stellen kosten könnte. Betroffen sind die Standorte Bern, Thun und Emmen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Ein Teil der Reorganisation betrifft die «Business Area Ground» am Standort Thun. Dort sei die Auslastung aufgrund ausbleibender Kundenaufträge ungenügend. In diesem Bereich könnten im Rahmen der geplanten Massnahmen bis zu 24 Stellen wegfallen.
Weitere Anpassungen seien im IT-Bereich vorgesehen. Verschiedene Tätigkeiten sollen künftig extern durch das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) erbracht werden. Die Ruag wolle damit die Leistungserbringung effizienter gestalten und bestehende Doppelstrukturen abbauen. Diese Auslagerung könne zum Abbau von bis zu acht Stellen in Thun, weiteren acht in Bern sowie neun Stellen in Emmen führen.
Konsultationsverfahren läuft bis 6. Oktober
Ein definitiver Entscheid über den Stellenabbau sei noch nicht gefallen. Zuerst werde das laufende Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden abgeschlossen, hiess es weiter. Dies soll am 6. Oktober der Falls ein, wie Ruag-Sprecher Silvan Gruber auf Anfrage von Keystone-SDA sagte.
Für Angestellte, die von einem Stellenabbau betroffen sind, stehe ein Sozialplan bereit. Dieser sehe unter anderem verlängerte Kündigungsfristen und eine professionelle Beratung bei beruflicher Neuorientierung vor. Die Kosten für Letzteres übernehme die Ruag, so Gruber weiter. (awp/mc/pg)