Newron erleidet wegen höherer Forschungskosten grösseren Verlust

Newron erleidet wegen höherer Forschungskosten grösseren Verlust
Stefan Weber, CEO Newron. (Foto: zvg)

Mailand – Das SIX kotierte, italienische Biopharmaunternehmen Newron hat die Entwicklung seines Hoffnungsträgers Evenamide im ersten Semester weiter vorangetrieben. Dadurch stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung und sorgten für höhere Verluste.

Die Einnahmen in den ersten sechs Monaten lagen laut einer Mitteilung vom Dienstag bei 3,2 Millionen Euro, verglichen mit 11,9 Millionen in der Vorjahresperiode. Im Vorjahr war der Umsatz vor allem wegen Meilensteinzahlungen aus den Lizenzverträgen mit EA Pharma, einer Tochtergesellschaft von Eisai, sowie Myung In Pharm geprägt gewesen.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf 14,6 Millionen mehr als verdoppelt. Dies führte zu einem Nettoverlust von 16,4 Millionen, verglichen mit 0,1 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Evenamide-Entwicklung im Fokus
Im ersten Semester habe Newron bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung von Evenamide erzielt, heisst es weiter. CEO Stefan Weber zeigt sich «sehr zufrieden» mit den anhaltenden Fortschritten beim ENIGMA-TRS 1, einem Teil des Phase-III-Programms für den Schizophrenie-Kandidaten. In diesem Programm sei die Patienten-Rekrutierung voraussichtlich bald abgeschlossen. Newron rechnet damit, die 12-Wochen-Top-Line-Ergebnisse im 1. Quartal 2027 bekannt geben zu können.

Nach einem konstruktiven Typ-A-Treffen mit der US-Zulassungsbehörde FDA zeigt sich der CEO weiterhin zuversichtlich, dass die Rekrutierung für den US-Teil von ENIGMA-TRS 2 in naher Zukunft wieder aufgenommen wird.

Zur Erinnerung: Newron hatte im Juli die Aufnahme neuer Teilnehmer in US-Zentren vorübergehend gestoppt. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte diese Pause angeordnet, nachdem ein Studienteilnehmer ausserhalb der USA plötzlich verstorben war.

Höhere liquide Mittel
Die liquiden Mittel und sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beliefen sich den Angaben zufolge per 30. Juni 2026 auf 32,9 Millionen Euro, verglichen mit 28,9 Millionen per 31. Dezember 2025.

Mit Blick nach vorne sieht Newron sich gut aufgestellt, um die klinische Entwicklung von Evenamide in 2026 und bis ins Jahr 2027 voranzutreiben. Oberste Priorität bleibe die erfolgreiche Durchführung des pivotalen Phase III Programms ENIGMA-TRS. (awp/mc/pg)

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