SGKB-CEO setzt weiter auf physische Filialen
St. Gallen – Für die St. Galler Kantonalbank (SGKB) sind physische Filialen weiterhin zentral. Ausserdem sind weitere Dividendenerhöhungen zu erwarten bei entsprechenden Gewinnsteigerungen.
Das Filialnetz mit den 37 Standorten spiele für die SGKB eine «zentrale Rolle», sagte CEO Christian Schmid in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» vom Freitag. «Die USP basiert auf lokaler Nähe, Vernetzung und Verankerung in der Region. Es wird definitiv keinen Abbau unseres Niederlassungsnetzes geben.»
Die Konkurrenz der Neobanken wie Revolut etc. sieht er derweil einigermassen gelassen. «Für uns ist es entscheidend, den Status als Hauptbank zu verteidigen», meint der CEO. Wer die Hauptbankverbindung und die Haupteinkommensquelle des Kunden halte, bleibe der zentrale finanzielle Lebensbegleiter.
Bezüglich Strategie ist bald ein Update zu erwarten. «Wir werden die neue Strategie im Februar an der Jahresmedien-konferenz kommunizieren», so Schmid. Klar sei: Das Geschäftsmodell mit dem Heimmarkt Deutschschweiz, Deutschland und den drei Spezialitäten «funktioniert hervorragend». Die drei Spezialitäten der Bank sind das Deutschlandgeschäft, das Geschäft mit institutionellen Investoren und das Geschäft mit externen Vermögensverwaltern.
Man werde diese Ausrichtung beibehalten und «innerhalb der bestehenden Märkte Akzente setzen», sagte er weiter. «Es werden Faktoren wie Wachstum, Kosten und Return on Equity sein, die wir dann als Ambitionsniveau publizieren». Und da werde man dann sehen: «Wir sind davon überzeugt, dass wir im Minimum den Wachstumspfad der letzten Jahre fortsetzen.»
Falls sich der Gewinn entsprechend entwickelt, dürfte auch die Dividende weiter steigen. «Wenn der Gewinn nachhaltig wächst, ziehen wir die Dividende entsprechend nach», sagte der CEO. Dabei mache man «traditionell Schritte in Ein-Franken-Sprüngen». Aktienrückkäufe seien dagegen kein Thema. «Die derzeitige Kapitalisierung entspricht der strategischen Planung.» (awp/mc/ps)