Citigroup wächst dank starken Anleihehandels stärker als erwartet
New York – Der Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen hat die Citigroup in den vergangenen Monaten kräftig angeschoben. Auch im Aktienhandel lief es überraschend rund. So konnte Citi ein eher schwaches Abschneiden bei der Beratung rund um Fusionen und Übernahmen ausgleichen.
Insgesamt stiegen die Erträge im dritten Quartal um knapp 8 Prozent auf 23,85 Milliarden Dollar (21,3 Mrd Euro), wie die US-Grossbank am Dienstag in New York mitteilte. Es war laut Bankchefin Jane Fraser das stärkste Ergebnis für diesen Zeitraum seit einem Jahrzehnt. Der Nettogewinn wuchs sogar um mehr als ein Drittel auf 5,2 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse lagen damit über den Markterwartungen, doch Anleger waren zunächst nicht überzeugt: Im vorbörslichen US-Handel gab die Citi-Aktie nach.
Der Anleihehandel der Citi ist der zweitgrösste der Wall-Street-Banken und damit von grosser Bedeutung für das Institut. Angesichts steigender Zinsen haben Anleger allerdings momentan die Sorge, dass das lukrative Geschäft ins Stocken geraten könnte.
Die Citigroup scheint diese Turbulenzen aber bislang besser zu meistern als ihre Konkurrenten: JPMorgan meldete kurz zuvor einen überraschenden Ertragsrückgang im Anleihehandel – der erste dieser Art seit mehr als zwei Jahren. (awp/mc/ps)