Straumann mit erhöhter Wachstumsdynamik im dritten Quartal
Basel – Straumann hat das Wachstumstempo im dritten Quartal 2026 nochmals beschleunigt. Dabei lief das Geschäft mit Zahnimplantaten vor allem in Regionen wie Europa und Asien-Pazifik besonders gut. Den Ausblick bestätigt der Konzern.
Zwischen Juli und September setzte Straumann 667,1 Millionen Franken um, ein Plus von 9,4 Prozent. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, hätte das Wachstum bei 9,2 Prozent gelegen, wie aus einem Communiqué vom Mittwoch hervorgeht. Damit hat Straumann das Tempo nochmals erhöht. Denn nach einem Plus von 7,1 Prozent im ersten Quartal lag das Plus im zweiten dann schon bei 8,5 Prozent.
Das organische Wachstum lag damit im Rahmen der von Analysten (AWP Konsens) erwarteten Bandbreite von 8,2 bis 9,4 Prozent. Gewinnzahlen legt Straumann traditionell zu den ungeraden Quartalen nicht vor.
Bei Straumann zählt vor allem auch die regionale Entwicklung zu den Schlüsselthemen. Hier hatte es zuletzt wegen unterschiedlicher Einflüsse grosse Unterschiede gegeben. In der wichtigsten Region Europa, Naher Osten & Afrika setzte Straumann im dritten Quartal 256,0 Millionen Franken um und damit organisch 10,5 Prozent mehr. Dabei habe vor allem die Premiumimplantologie an Stärke gewonnen, heisst es dazu in der Mitteilung.
Warten auf Preisreform in China
Zweistellig legte auch die Region Asien-Pazifik zu, die mit 165,6 Millionen organisch um 10,3 Prozent wuchs. Starkes Wachstum erzielte Strauman in Japan und Indien. China wiederum kehrte laut Mitteilung nach mehreren schwierigen Quartalen, die von Unsicherheit über die mengenbasierte Beschaffung (VBP) geprägt waren, zum Wachstum zurück und trug zur stärkeren Entwicklung der Region bei.
Die Regeln für die nächste VBP-Preisrunde bei Dentalimplantaten wurden noch nicht bekannt gegeben; mit der Umsetzung wird derzeit im ersten Quartal 2027 gerechnet.
In der viel beachteten Region Nordamerika stiegen die Einnahmen organisch um 7,5 Prozent auf knapp 175 Millionen Franken. Damit habe sich das Geschäft in einem Markt mit verhaltener Nachfrage sehr solide entwickelt, stellt Straumann heraus.
In Lateinamerika wurde das Wachstum vor allem von den spanischsprachigen Märkten ausserhalb Brasiliens getragen, wo die geringere Verbreitung von Implantaten weitere Expansionschancen geboten habe. Mit 70,5 Millionen Franken stiegen die Einnahmen organisch um 6,5 Prozent.
Mit den vorgelegten Umsatzzahlen hat Straumann die Erwartungen der Analysten laut AWP-Konsens auf Konzerneben und in den Regionen EMEA und Asien-Pazifik leicht übertroffen, liegt in Nord- und Lateinamerika dagegen in etwa im Rahmen.
Ausblick bestätigt
Für das laufende Jahr bestätigt Straumann die bisherige Prognose. So soll sich die Kern-EBIT-Marge um 140 bis 170 Basispunkte verbessern. Für den Umsatz peilt Straumann ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an. (awp/mc/ps)