Ölpreise legen zu – Sorge vor US-Militärschlag im Iran wächst
New York/London – Die Ölpreise sind am Freitag angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran gestiegen. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent 116,43 US-Dollar und damit 1,35 Prozent mehr als am Vortag.
US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge bei einem seltenen persönlichen Treffen mit einem ranghohen Militärchef zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Das «Wall Street Journal» schreibt unter Berufung auf US-Beamte, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, habe Trump am Donnerstag im Weissen Haus unter anderem militärische Optionen im Iran dargelegt.
Die US-Zeitung wertete das als mögliches Zeichen dafür, dass ein bedeutender Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte. Das Nachrichtenportal «Axios» berichtet ebenfalls gestützt auf US-Beamte, Coopers Briefing für den Präsidenten habe sich auf die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete fokussiert.
Seit längerem wird über mögliche neue Angriffe der USA und Israels gegen den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die kommenden Dienstag stattfinden. US-Medien berichteten jüngst allerdings auch, dass Trumps Regierung und regionale Vermittler neue Anstrengungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit dem Iran unternommen hätten, in die US-Vizepräsident JD Vance federführend involviert sei. (awp/mc/pg)