Geberit steigert Verkäufe und Gewinn in ersten neun Monaten

Geberit steigert Verkäufe und Gewinn in ersten neun Monaten
Geberit-CEO Christian Buhl. (Foto: Geberit)

Jona – Geberit hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 mehr umgesetzt. Dabei hat sich das Wachstumstempo im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten etwas verlangsamt. Die Gewinnmarge blieb auf hohem Niveau praktisch stabil.

Der Nettoumsatz zog um 3,6 Prozent auf 2,54 Milliarden Franken an, wie der Sanitärtechnikkonzern am Dienstag mitteilte. Darin enthalten sind negative Währungseffekte in der Höhe von 52 Millionen Franken. Werden diese ausgeklammert, ergibt sich ein Plus in Lokalwährungen von 5,7 Prozent.

Im Vergleich zum organischen Plus von 6,6 Prozent im zweiten Quartal hat damit die Dynamik im dritten Quartal (+5,2 Prozent in LW) leicht abgenommen.

Das Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten sei vor allem auf ein deutliches Volumenwachstum sowie auf positive Preiseffekte zurückzuführen, heisst es zum Geschäftsverlauf. Treiber des Wachstums seien ein verbessertes Marktumfeld in Europa sowie eine starke Nachfrage in den meisten Regionen und über alle drei Produktbereiche hinweg gewesen, sowohl mit etablierten als auch neuen Produkten.

Marge geht minim zurück
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 778 Millionen Franken leicht unterproportional zum Umsatz, womit die entsprechende Marge im Vergleich zum Vorjahr um 10 Basispunkte auf 30,7 Prozent leicht zurückging.

Nebst dem Volumenwachstum profitierten die Margen von Verkaufspreiserhöhungen und dem Wegfall von Einmalkosten im Vorjahr. Demgegenüber standen der starke Anstieg der direkten Materialkosten, die höheren Energie- und Frachtkosten, die Lohninflation sowie die geplant höheren Ausgaben für Marketing, IT und Digitalisierung.

Der Reingewinn nahm dabei um 7,1 Prozent auf 529 Millionen Franken zu. Mit den vorgelegten Zahlen hat Geberit die Erwartungen der Analysten in etwa getroffen.

Der bisherige Ausblick wird bestätigt. Demnach erwartet der Bauzulieferer 2026 ein Nettoumsatzwachstum in lokalen Währungen von 5 bis 6 Prozent sowie eine EBITDA-Marge «in etwa auf Vorjahresniveau» (2025: 29,4%). In Europa sei im Gesamtjahr insgesamt ein leichtes Marktwachstum, jedoch noch keine breite Markterholung zu erwarten, heisst es darüber hinaus. (awp/mc/ps)

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