Lonza baut US-Präsenz massiv aus

Lonza baut US-Präsenz massiv aus
Lonza-CEO Wolfgang Wienand. (Foto: Lonza)

Basel – Der Lifescience-Konzern Lonza baut seine Präsenz in den USA markant aus. Er übernimmt vom deutschen Merck-Konzern fünf Werke in den Vereinigten Staaten.

Mit der Transaktion verdoppelt der Pharmazulieferer seine US-Präsenz von vier auf neun CDMO-Standorte, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. CDMO steht für «contract development and manufacturing organization» und bezeichnet die Auftragsentwicklung und Auftragsproduktion für Pharmaunternehmen.

Die USA seien der grösste Markt für innovative Pharmaprodukte, betont das Unternehmen. Das erworbene Netzwerk unterstütze Kunden von der klinischen Phase bis zur kommerziellen Markteinführung in vielversprechenden Wachstumsbereichen.

Rund 1100 Mitarbeitende wechseln laut den Angaben zu Lonza, womit die Zahl der Beschäftigten in den USA auf mehr als 6000 steige. Der Kaufpreis basiere auf einer Unternehmensbewertung im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich in Schweizer Franken.

250 Millionen Umsatz
Im Geschäftsjahr 2028 sollen die übernommenen Geschäfte rund 250 Millionen Franken Umsatz beisteuern. Die Core-EBITDA-Marge liege zunächst unter dem Niveau von Lonza, was sich aber über die Zeit ändern solle. Der Wirkstoffhersteller bestätigte denn auch nicht nur den Ausblick für 2026, sondern auch die mittelfristigen Finanzziele.

Die übernommenen Standorte liegen in St. Louis in Missouri, Madison und Verona in Wisconsin, Carlsbad in Kalifornien sowie Indianapolis in Indiana. Bezahlt wird die Übernahme in bar aus vorhandenen Mitteln und bestehenden Kreditlinien. Der Abschluss ist für Mitte 2027 geplant und steht unter üblichen Vollzugsbedingungen.

Der angekündigte Aktienrückkauf nach dem Verkauf des Geschäfts mit Kapseln und Gesundheitsinhaltsstoffen bleibe davon unberührt, wurde ausserdem betont. (awp/mc/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert