Christian Hunziker, Geschäftsführer swissICT, im Video-Interview

Christian Hunziker, Geschäftsführer swissICT, im Video-Interview
Christian Hunziker, Geschäftsführer swissICT (Bild: Moneycab)

Von Helmuth Fuchs

Im Video-Interview nimmt Christian Hunziker, Geschäftsführer swissICT, Stellung

  • zu den bedeutendsten Projekten und Entscheidungen seit seinem Start bei swissICT vor eineinhalb Jahren

„Wir haben die Webseite vollständig neu aufgebaut. Es ging uns darum, mehr Interaktion hinein zu bekommen und gleichzeitig neue Services zu lancieren.“

„Ein weiteres wichtiges Standbein, das wir aufgebaut haben, ist das Thema Marketing. Wir wollen, dass unsere Mitglieder erfolgreich sind. Deshalb helfen wir ihnen, erfolgreiches Marketing zu machen.“

„Wir haben mit esurance eine Kooperation vereinbart. Diese kann eine ideale Kombination verschiedener Anbieter zur Verfügung stellen.“

  • zu Reaktionen zum ersten Digital Economy Award und die Zukunft des Anlasses

„Wir haben sehr positives Feedback bekommen und auf Anhieb über 500 Teilnehmer.“

„Wir wollen das Thema der Digitalisierung noch stärker in die Köpfe der „Digital Shapers“, der „Digital Leaders“ hineinbringen. Wir können die Schweiz nicht auf diesem Niveau halten, sei es lohntechnisch oder wettbewerbstechnisch , wenn wir nicht in der Digitalisierung einen massiven Schritt nach vorne machen.“

  • zu den neuen Berufsbildern der Digitalisierung und was swissICT dazu anbietet

„Wir haben eine eigene Arbeitsgruppe „Berufe der ICT“, die zum Beispiel auf dieses Jahr neue Berufsbilder definiert hat, mit dem Scrum Master, dem DevOps Engineer und dem Product Owner.“

„Die neuen Berufsbilder haben wir bereits integriert in die Salärstudie, die im September 2019 herauskommen wird. Wir geben zum ersten Mal in der Schweiz für dieses Berufssegment Lohnangaben bekannt.“

„Für uns ist vor allem wichtig, den Leuten die Angst zu nehmen vor der Digitalisierung. Wir sind der Überzeugung, dass wie bei früheren industriellen Revolutionen, am Schluss mehr und spannendere Berufe da sind.“

  • zu den unterschiedlichen Rollen und Zusammenarbeitsmöglichkeiten von swissICT und ICTswitzerland

„ICTswitzerland ist der Dachverband aller Informatikverbände der Schweiz. Wir als Fachverband sind der mitgliederstärkste Verband und haben nicht nur die ICT-Anbieter, sondern auch Anwenderfirmen wie zum Beispiel die Stadt Zürich bei uns.“

„Wir sehen das eher komplementär: Der Dachverband als zentrale Organisation gegenüber Politik und Bundesbehörden, und wir, die in der Breite mit anderen Ansprechpersonen zusammen arbeiten.“

  • zur Positionierung des Symposiums und den Zukunftsplänen damit

„Das Symposium unterscheidet sich von unseren anderen Veranstaltungen dadurch, dass nicht wir die Agenda final festlegen, sondern wir fragen über ein „Call to Speaker“-Konzept den Markt an, was gute Präsentation und Inhalte sind. Wir geben lediglich das Jahresthema vor.“

„Wir sehen das Symposium als sinnvolle Umsetzung unserer Aufgabe, nämlich Wissen zu organisieren, zu sammeln und es so aufzubereiten, dass unsere Mitglieder etwas daraus lernen können.“

  • zur Beteiligung an der 3L Informatik und der Bedeutung des SI-Professional Zertifikats

„Wir versuchen mit der 3L Informatik das grosse Thema des Fachkräftemangels zu bewältigen.“

„Es gibt zwei wesentliche Aspekte, die wir angehen wollen. Das eine ist, Frauen in die Informatik, oder allgemein in die MINT Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu bekommen. Das zweite sind die Fachkräfte 45+.“

„Das Konzept sieht vor, dass man eine CV-Bewertung macht, einen Test für das Fachwissen und die Intelligenz und als dritten Aspekt einen Ethik-Kodex.“

  • zur bis anhin eher schwachen Stimme von swissICT bei der Klima-, Umwelt- und Energiedebatte

„Wir sehen ICT als wesentliches Element der Lösung. Die Energiewende ist eigentlich ein grosses IT-Projekt, denn die Steuerung der volatilen Energieanlagen geht nicht ohne Softwarelösungen.“

„Die ganze Informatikbranche war eine der ersten Branchen, die in der Schweiz ein Recycling hatte, und das schon vor über 20 Jahren.“

  • zu seinen beiden freien Wünschen am Schluss des Interviews

„Der erste grosse Wunsch ist definitiv ein stärkeres und schnelleres Commitment der Verwaltung zur Digitalisierung. Wir brauchen zum Beispiel eine verlässliche, vom Staat geprüfte und anerkannte elektronische Identität. Wir brauchen dafür wesentlich mehr ICT-Vertreter in der Politik.“

„Der zweite grosse Wunsch ist ganz klar mehr Fachkräfte in der Informatik. Dafür wünsche ich mir eine aktive Unterstützung und Förderung für Frauen in den MINT Fächern und höhere Kontingente für ausgewiesene Fachkräfte in der ICT.“

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