ABB nimmt Solartechnik-Produktion in Estland auf

Joe Hogan

ABB-CEO Joe Hogan.

Zürich – Der Energietechnik- und Automationskonzern ABB baut die Fertigungskapazitäten für Solartechnik aus. Dazu hat das Unternehmen in Estland die erste Produktionsanlage für Solar-Stringwechsler sowie ein Engineering-Center eröffnet. Die in Jüri stationierte Anlage soll die langfristig steigende Nachfrage nach Solarstromtechnologie decken, teilte ABB am Donnerstag mit.

Die neue Produktionslinie hat eine jährliche Kapazität von 400 Megawatt. Bei Bedarf könne sie rasch ausgebaut werden, um der wachsenden Nachfrage nach Solarwechselrichtern auf lange Sicht gerecht zu werden. Das Engineering-Center soll das Geschäft mit Solarwechselrichtern unterstützen sowie die Motoren- und Antriebsfabriken am selben Standort.

ABB setzt auf Solarenergie
ABB sei fest überzeugt, dass die Solarenergie im Energiemix eine wichtige Rolle spielen werde, lässt sich der Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe, Ulrich Spiesshofer, in der Mitteilung zitieren. Deshalb sei davon auszugehen, dass die Produktionsvolumina in der neuen Anlage kontinuierlich zunehmen werden. Spiesshofer bezeichnet die neue Produktionslinie als «wichtigen Schritt für unser wachsendes Angebot im Bereich Solartechnik».

Hervorragende Wachstumsaussichten
Wie Konzernsprecher Thomas Schmidt auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte, attestiert ABB der Solartechnik hervorragende Wachstumsaussichten. Derzeit betrage ihr Anteil am Gesamtauftragsvolumen der ABB mit 350 Mio USD zwar erst rund 1% des Gesamtkonzerns, die Zahl werde sich in Zukunft aber deutlich vergrössern. Weiter hat ABB in Estland auf einem Dach eine neue Solaranlage mit einer Kapazität von 25 Kilowatt installiert, welche für Test- und Demonstrationszwecke im Zusammenhang mit der neuen Produktionslinie genutzt werden soll.  (awp/mc/upd/ps)

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