Allreal mit weniger Gewinn im Krisenjahr – stabile Dividende

Roger Herzog
Allreal-CEO Roger Herzog. (Foto: Allreal)

Baar – Das Immobilienunternehmen Allreal hat im Coronajahr weniger Gewinn gemacht. Während die Mieterträge knapp auf dem Vorjahresniveau gehalten werden konnten, ging der Betriebsgewinn zurück.

Die Erträge aus Vermietung und Verwaltung von Liegenschaften und das von der Generalunternehmung abgewickelte Projektvolumen ergaben eine Konzern-Gesamtleistung von 563,8 Millionen Franken. Das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmensergebnis inklusive Neubewertungseffekt lag bei 167,2 Millionen nach 243,2 Millionen Franken im Jahr zuvor.

Exklusive Neubewertungseffekt erzielte Allreal ein um 12,2 Prozent tieferes Unternehmensergebnis von 124,7 Millionen. Der Rückgang ist insbesondere auf Einmaleffekte aus dem Verkauf von Entwicklungsliegenschaften im Vorjahr zurückzuführen, schreibt Allreal.

Die Leerstandsquote sank im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich um 0,8 Prozentpunkte und liege mit 1,4 Prozent auf dem tiefsten Niveau, das Allreal je erreicht habe.

Aufgrund des guten Resultats und der langfristig stabil erwarteten Geschäftsentwicklung schlägt der Verwaltungsrat eine stabile Ausschüttung von 6,75 Franken je Aktie vor.

Mieterlasse von 1,5 Millionen
Im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Coronakrise und den behördlich angeordneten Massnahmen habe Allreal sich mit allen betroffenen Mietern für die Phase des Lockdown im Frühjahr 2020 geeinigt und Mietzinserlasse in der Höhe von 1,5 Millionen gewährt.

Die vom externen Liegenschaftenschätzer per 31. Dezember vorgenommene Bewertung ergab eine Aufwertung um 55,2 Millionen Franken. Der Gesamtwert des Portfolios kletterte auf 4,53 Milliarden Franken.

Tieferer Ertrag im Bereich GU
Der Erfolg aus Generalunternehmung ging um 29,7 Prozent auf 46,6 Millionen Franken zurück. Im Vorjahr hatte der Bereich massgeblich von einem positiven Einmaleffekt aufgrund eines Teilverkaufs einer Entwicklungsreserve profitiert.

Das von der Sparte Realisation abgewickelte Projektvolumen erhöhte sich im Berichtsjahr auf 363,4 Millionen von 340,7 Millionen Franken im Vorjahr. Davon entfielen 77,2 Prozent auf Dritt- und 22,8 Prozent auf Eigenprojekte.

Am Stichtag belief sich der gesicherte Arbeitsvorrat auf rund 741 Millionen Franken. Damit sei die Auslastung der vorhandenen Kapazitäten für rund 24 Monate gewährleistet, hiess es.

Zuversichtlicher Ausblick
Aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus seien die Aussichten für den Schweizer Immobilien- und Baumarkt intakt, schreibt Allreal. Die Planrechnungen für 2021 zeigten steigende Liegenschaftenerträge im Geschäftsfeld Immobilien und ein verbessertes Resultat der Generalunternehmung.

Demgegenüber stünden die Schwierigkeiten, die Auswirkungen und die Folgen der Pandemie einzuschätzen. Insgesamt aber geht Allreal für 2021 von einem steigenden operativen Unternehmensergebnis aus, das über 125 Millionen Franken liegen dürfte.

Allreal stellt zudem die Berichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2020 auf Swiss GAAP FER (bisher IFRS) um. (awp/mc/ps)

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