Am Golf gehen Autos wieder weg wie warme Weggli

Sheikh Zayed Road Dubai

Auf der Sheikh Zayed Road in Dubai.

Bislang befand sich der Markt für Fahrzeuge am Persischen Golf fest in der Hand japanischer und koreanischer Konzerne. Toyota, Nissan, Honda oder Hyundai kontrollieren drei Viertel des Absatzes. Als zu klobig und schwerfällig empfanden dynamikbewusste Araber Karossen «Made in USA».

Hohe Nachfrage in Saudiarabien
Das erste Quartal 2011 könnte zumindest für Ford die Wende markieren. 52% mehr Autos verkaufte Ford im Vergleich zu Q1 2010 in den arabischen Ölstaaten. «Besonders beliebt sind unsere Modelle Ford Edge, Mustang, Taurus und Fusion», sagt Hussein Murad, Verkaufsdirektor Mittlerer Osten bei Ford. Die genannten Modelle kamen in der Region erst allesamt Ende 2010 auf den Markt, so Murad.

Die Konkurrenz schläft nicht. Auch der deutsche Fahrzeugkonzern BMW konnte zulegen: 19% mehr Autos brachten die Münchner im Q1 2011 in Mittelost an den Mann bzw. an die Frau.


Hussein Murad, Director Sales Middle East, Ford Motors.

Emirate werfen Altautos raus
Die beste Performance von Januar bis März 2011 lieferte für Ford Saudiarabien mit einem Absatzplus von 75%. Es folgen Kuwait (plus 50%) und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE, plus 32%). In den VAE erhielt die Automobilindustrie zudem Schützenhilfe vom Gesetztgeber. Seit 2008 dürfen in den Emiraten keine Autos mehr verkehren, die älter als zehn Jahre sind. Die Folge war zunächst ein starker Einbruch im Verkauf für Neuwagen während der Krisenjahre 2009/2010.

Auferstanden aus Ruinen
Unter diesem Licht betrachtet, müssen die niedrigen Basiseffekte bei den Verkaufssteigerungen berücksichtigt werden. Dennoch: «Bei unserer neuen Modell-Palette haben wir hohen Wert auf niedrigeren Kraftstoffverbrauch und gute Technologieaustattung gelegt, und dies kommt bei den Kunden an», ist Ford-Verkaufsdirektor Murad überzeugt. In diesen Punkten hatten bislang asiatische Anbieter die Nase vorn.

Weltweit verkaufte Ford in den ersten drei Monaten 2011 laut Murad 296,720 Fahrzeuge, 16% mehr as im ersten Vorjahresquartal.

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