Angebotsmieten im Juni schweizweit leicht höher
Zürich – Die Angebotsmieten in der Schweiz sind im Juni insgesamt weiter leicht gestiegen. In einzelnen Kantonen und Städten war die Entwicklung aber deutlich dynamischer.
Im Monatsvergleich legten die in Inseraten ausgeschriebenen Mieten schweizweit um 0,3 Prozent zu, womit der entsprechende Index auf 134,0 Punkte stieg. Auf Jahressicht beträgt der Anstieg der Angebotsmieten damit wie bereits im Mai 2,5 Prozent, wie Homegate am Montag mitteilte.
Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Kantone bewegten sich die Monatsveränderungen in vielen Kantonen im Bereich des nationalen Durchschnitts. Grössere Ausschläge zeigten sich allen voran im Kanton Schwyz (+2,3%) und Obwalden (+1,5%). In Schwyz hätten sich die Angebotsmieten in den letzten Monaten generell sehr dynamisch gezeigt, heisst es, so dass der Index im Berichtsmonat ein Allzeithoch erreicht habe.
Allerdings habe der Indexwert bereits im Oktober 2025 beinahe so hoch gelegen, bevor ein temporärer Rückgang eingesetzt habe. Entsprechend lag der Kanton Schwyz auf Jahressicht (+4,1%) nicht an der Spitze. Die grössten Avancen gab es im Vorjahresvergleich in den Kantonen Nidwalden (+8,3%) und Graubünden (+6,7%). Aber auch Zürich (+3,3%) oder Genf (+5,3%) lagen im Juni über dem nationalen Durchschnitt. Klar darunter waren hingegen etwa die Kantone Basel-Landschaft, Bern, Jura, Neuenburg, St. Gallen oder Tessin mit Wachstumsraten von lediglich 1 bis 1,5 Prozent.
Stärkster Anstieg in der Stadt Luzern
Bei den untersuchten Städten fiel im Juni vor allem Luzern auf. In der grössten Innerschweizer Stadt legten die Angebotspreise sowohl im Vergleich zum Vormonat (+1,0%) als auch zum Vorjahr (+6,0%) am stärksten zu. Allgemein sind die ausgeschriebenen Mieten im Vorjahresvergleich in allen Städten gestiegen. Das Monatsminus im Juni in Lugano (-1,1%) lasse sich derweil mit einem Hoch im Monat davor erklären.
Der Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. (awp/mc/pg)