Atomwende in Deutschland kostet 335 Milliarden Euro

Atomkraftwerk

Berlin – Der schnellere Atomausstieg ist einer Studie zufolge mit erheblichen Kosten verbunden. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Gutachten im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, die der Zeitung «Die Welt» vorliegen. Demnach erzeugt der Ausbau der erneuerbaren Energien Kosten in Höhe von 335 Milliarden Euro, wobei vor allem die Ökostrom-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu Buche schlagen soll.

Derzeit liegt die Umlage bei 3,5 Cent pro Kilowattstunde Strom, den Berechnungen zufolge könnte sie auf bis zu 6 Cent ansteigen. Bis 2030 werden sich demnach die EEG-Gesamtkosten auf 250 Milliarden Euro summieren, derzeit sind es jährlich 12,3 Milliarden Euro. Hinzu kämen indirekte Kosten etwa durch den Netzausbau in Höhe von 85 Milliarden Euro.

Strompreis könnte sich um das fünffache erhöhen
Auch der «Spiegel» hatte in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, die Öko-Wende werde teurer als es die Bundesregierung wahrhaben wolle. Das Blatt verweist auf Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Danach könnte sich der Strompreis nicht wie von der Bundesregierung erwartet um ein Cent je Kilowattstunde, sondern möglicherweise um das Fünffache erhöhen.

Auch die Deutsche Energie-Agentur (dena) gehe in internen Berechnungen von plus vier bis fünf Cent aus. Laut Verbraucherzentrale Bundesverband könnten es fünf oder mehr Cent werden, wie es im Spiegel heisst. (awp/mc/pg)

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