BearingPoint Umfrage: Produktiv und zufrieden im Home-Office

Home Office
(Photo by Bench Accounting on Unsplash)

Zürich – Die Umstellung auf Home-Office wurde in vielen Unternehmen weltweit durch die aktuellen COVID-19 Sicherheitsvorkehrungen beschleunigt. BearingPoint Mitarbeiter in der Schweiz haben den Umzug ins Home-Office nicht nur erfolgreich bewältigt, sondern sind mit dem neuen Arbeitsmodell zufrieden. Fast 90 Prozent der Beschäftigten geben an, dass das Wohlbefinden und die Produktivität durch die Fernarbeit unverändert blieben oder sogar gestiegen seien.

Füsse hochlegen oder nebenher den Haushalt erledigen – Es gibt zahlreiche Vorurteile gegenüber Home-Office und viele Führungskräfte pochen auf die Präsenzpflicht ihrer Angestellten. Eine aktuelle BearingPoint Umfrage unter eigenen Mitarbeitern veranschaulicht jedoch eine andere Sichtweise. Obwohl die radikale Umstellung auf Fernarbeit aufgrund von COVID-19 die Produktivität bestimmter Unternehmen negativ beeinflusst hat, sind die Mitarbeiter von BearingPoint mit dem neuen Arbeitsmodell zufrieden. Sie bewerten die Auswirkungen auf Produktivität und Wohlbefinden äusserst positiv.

90 % der Beschäftigten schätzen ihre Produktivität als gleich oder höher ein
Über die Hälfte der BearingPoint Mitarbeiter gaben an, dass die eigene Produktivität im Home-Office unverändert blieb. Über ein Drittel stellt sogar eine erhöhte Produktivität fest. Dies ist vor allem auf eine grössere Flexibilität, weniger Ablenkung und gesteigerte Konzentration zurückzuführen, was wiederum zu mehr Effizienz führt. Denn zuhause findet man oft ein ruhigeres Arbeitsumfeld vor als im Grossraumbüro. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass aufgrund der bestehenden sozialen Einschränkungen die Beschäftigten womöglich überdurchschnittlich viel arbeiten und dies einen Teil der höheren Produktivität ausmacht. 10 Prozent der BearingPoint Mitarbeiter berichten von Produktivitätsverlust während der Fernarbeit und begründen dies hauptsächlich mit ausserordentlich vielen Koordinationsmeetings sowie mit Ablenkung zu Hause.

Matthias Roeser, Leiter Schweiz von BearingPoint, kommentiert: „Die Krise hat uns ganz unerwartet und auf unvorhergesehene Weise getroffen. Wir waren alle mehr als erstaunt zu sehen, wie reibungslos die Umstellung auf Remote Arbeit von statten ging. Es hat sich gezeigt, dass sowohl Mitarbeiter als auch Kunden eng zusammenstanden und die grossen Herausforderungen hochmotiviert als Team gemeistert haben und weiter meistern.“

Auch die Teamproduktivität ist im Home-Office grösstenteils konstant geblieben. 87 Prozent der Mitarbeiter glauben eine unveränderte oder sogar bessere Teamleistung in den letzten Wochen wahrgenommen zu haben. Teams mit über 10 Mitgliedern hatten dabei mehr Schwierigkeiten. Das Fehlen essenzieller, informeller Gespräche zwischen Teammitgliedern und Kunden wurde als grösste Herausforderung genannt, denn zu Hause fällt das spontane Aufeinandertreffen in der Kaffeepause weg.

Zuhause ist Routine wichtig – genau wie im Büro
Um sich an die COVID-19 Sicherheitsvorkehrungen anzupassen, mussten technische Möglichkeiten schnell zur Verfügung stehen. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass MS-Teams von den BearingPoint Mitarbeitern als effektives Kommunikations- und Kollaborationsinstrument angesehen wird. Darüber hinaus befürworteten die Teilnehmer agile Projektmanagementmethoden wie beispielsweise tägliche Statusmeetings, um eine effektive Kommunikation und Zusammenarbeit zu gewährleisten. Dabei ist es wichtig, Tagesstrukturen zu schaffen, so dass feste Zeitfenster definiert werden wie beispielsweise „meetingfreie Nachmittage“, in denen die Beschäftigten ungestört an ihren Aufgaben arbeiten können. Regelmässige physische „Breakout-Sitzungen“ sind laut den Befragten jedoch trotz online Kommunikationstools erforderlich, um komplexe Problemlösungsaufgaben oder kreatives Brainstorming durchzuführen.

Work-Life-Balance durch flexibles Home-Office und weniger Reisetätigkeiten
Die Hälfte der Mitarbeiter beobachteten eine Zunahme des persönlichen Wohlbefindens. Angesichts der gegenwärtigen schweren Gesundheits- und Wirtschaftskrise ist dies ein sehr überraschendes Resultat. Dafür verantwortlich ist hauptsächlich die Zeitersparnis durch den Wegfall des Arbeitsweges. Regelmässige, leistungssteigernde Pausen wie sportliche Aktivitäten während der Fernarbeit wirken sich zudem positiv auf das Körperbefinden aus und senken das Stresslevel. Nur 10 Prozent der Umfrageteilnehmer haben ein vermindertes Wohlbefinden festgestellt, welches primär durch fehlende soziale Kontakte ausgelöst wurde. Damit sich die Kollegen nicht allein fühlen und durch die COVID-19 Einschränkungen in ein Motivations-Tief fallen, hat BearingPoint virtuelle Feierabend-Treffen und Sportangebote eingeführt.

Die Studie macht deutlich, dass Fernarbeit für den Grossteil der BearingPoint Mitarbeiter mehr Lebensqualität bedeutet. 94 Prozent der Beschäftigten wünschen sich in Zukunft zwei Tage Fernarbeit pro Woche. «Als Berater sind wir sehr stark auf eine enge Kooperation und Interaktion mit unseren Kunden angewiesen. Das heisst, eine weitgehende Umstellung auf Remote Arbeiten wird nur schwer umsetzbar sein“, erklärt Matthias Roeser. „Dennoch sehen wir Bereiche, in denen das gelernte unser zukünftiges Arbeitsumfeld prägen werden. Wir werden einzelne Services dediziert von remote liefern, neue virtuelle Meeting- und Event-Formen etablieren und die Arbeit noch flexibler gestalten. Ich gehe davon aus, dass die neuen Ansätze vor allem helfen, die notwendige Entlastung (war Thema vor der Krise) von Mitarbeitern in hoch-agilen Arbeitsumgebungen zu adressieren.“ (BearingPoint/mc/ps)

Über die Studie
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage von BearingPoint, an der 83 Mitarbeiter in der Schweiz teilnahmen. Darunter befanden sich 35 Prozent weibliche und 65 Prozent männliche Teilnehmer zwischen 20 und 45 Jahren. Die Umfrage wurde aus der Perspektive externer BearingPoint Berater und Beraterinnen durchgeführt, die meistens bei Kunden vor Ort tätig sind und basieren auf deren Selbsteinschätzung im Zeitraum vom 27. März – 24. April 2020.

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