Befristete Anstellung ist der neue Normalfall

Befristete Anstellung ist der neue Normalfall
(Bild: Kai Kalhh / Pixabay)

Zürich – Gemäss dem neuesten PageGroup Confidence Index (Q3 2019) ziehen 73 % der Stellensuchenden auch eine befristete oder temporäre Anstellung in Betracht. 60 % davon sehen darin eine Gelegenheit, die eigenen Fähigkeiten zu erweitern und neue Erfahrungen zu sammeln, 52 % eine Chance auf eine unbefristete Stelle.

Gleichzeitig ging die Zuversicht der Stellensuchenden, innerhalb von drei Monaten eine feste Stelle zu finden, vom zweiten zum dritten Quartal 2019 um -8 % zurück: Schweizweit rechnen weniger als die Hälfte (48 %) der Stellensuchenden innerhalb dieser Frist mit einer neuen Festanstellung. Der Trend manifestiert sich in der Deutschschweiz besonders stark, wo dieser Wert auf 38 % sank, während in der Romandie immerhin noch 52 % in den nächsten drei Monaten mit einer neuen Stelle rechnen.

Dass die Stellensuchenden zwischen Q2 und Q3 2019 ihre Erwartungen zurückgeschraubt haben, zeigt sich anhand einer Reihe von weiteren Kennwerten, darunter die Zuversicht bezüglich Work-Life-Balance
(-13 %), steigender Löhne (-5 %) sowie besserer Karrieremöglichkeiten (-2 %). Insgesamt nahm die Zuversicht im Schweizer Arbeitsmarkt um -10 % ab.

Befristete Anstellungen für Arbeitgeber und Stellensuchende von Vorteil
Laut Nicolai Mikkelsen, Executive Director bei PageGroup Schweiz, sprechen eine Reihe von Gründen dafür, mit einem befristeten oder temporären Anstellungsverhältnis zu beginnen: «Arbeitgeber können die Bewerber zuerst testen, bevor sie eine Festanstellung anbieten. Sie profitieren von einer grösseren Flexibilität, wenn eine neue Festanstellung noch nicht bewilligt wurde, oder ein Team für einen gewissen Zeitraum gezielt verstärkt werden soll. Den Bewerbern ihrerseits bieten befristete und temporäre Anstellungen eine Gelegenheit, sich für eine potenzielle Festanstellung zu qualifizieren.» (mc/pg)

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