Brasilien soll die Weichen stellen

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro.

Basel – Mit seinen riesigen natürlichen Ressourcen, einem grossen Potenzial für Produktivitätssteigerung und steigendem Bildungsstandard verfügt Brasilien über exzellente Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum. Fortschrittliche, möglichst nachhaltig agierende Unternehmen können am besten partizipieren.

Das Land hat im letzten Jahrzehnt Demokratie, Wachstum und die Bekämpfung der Armut vorangetrieben. Soziale und politische Probleme verzögern die Entwicklung. Nun muss Brasilien vermehrt Sozialaspekte berücksichtigen, z.B. verstärkt in Bildung und Gesundheit investieren sowie die Korruption bekämpfen, um die Lebensqualität weiterhin zu verbessern und nachhaltig wachsen zu können.

Ressourcen-Supermacht mit ökologischen Herausforderungen
Die Nachhaltigkeitsbewertung der Staaten der Bank J. Safra Sarasin stuft Brasilien vor allem aufgrund der grossen Biodiversität und der Verfügbarkeit der Ressourcen gut ein. Die grossen Vorkommen erneuerbarer ökologischer Ressourcen wie Wald, Ackerland, Wasser etc. sowie Human­und Finanzressourcen machen Brasilien zu einer Ressourcen-Supermacht. 2011 stellte die Produktion und die Verarbeitung von Rohstoffen 25% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Der Anteil am Export lag bei 62%. Brasilien hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 der grösste Produzent von Nahrungsmitteln zu sein.

Bergbau, Landwirtschaft und Energieerzeugung haben jedoch auch einschneidende Umwelteinflüsse. Es ist auch davon auszugehen, dass Brasilien stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein wird. Das Land sollte jetzt die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum stellen, damit es seine wohlstandsbringenden Ressourcen auch weiterhin nutzen kann.

Hoher Anteil an nachhaltigen Unternehmen
Im Vergleich zu anderen Schwellenländern liegt der Anteil an brasilianischen Unternehmen, die systematisch Umwelt- und Sozialaspekte berücksichtigen, auf hohem Niveau. Das Nachhaltigkeitsresearch der Bank J. Safra Sarasin hat insgesamt 79 brasilianische Unternehmen mit ihren weltweiten Konkurrenten verglichen und bewertet. Die Hälfte davon hat sich für das nachhaltige Anlageuniversum für Schwellenländer qualifiziert. Zu den herausragenden Unternehmen zählen unter anderen das Kosmetikunternehmen Natura Cosmeticos, die Kaufhauskette Lojas Renner und das Diagnostikunternehmen DASA. In Bezug auf die Nachhaltigkeits-Berichterstattung sind brasilianische Unternehmen fortschrittlich, stellen sie doch weltweit die drittgrösste Gruppe bei der Berichterstattung nach den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI).

Die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten macht insbesondere bei Investitionen in Schwellenländern Sinn. Unternehmen, die systematisch Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte berücksichtigen, können mit weniger Risiken am Aufschwung partizipieren. Sie sind besser vorbereitet auf die Verschärfung von Umweltgesetzen sowie die zunehmenden Ansprüche von Geschäftskunden, Konsumenten und Angestellten bezüglich Arbeitsbedingungen, der Sicherheit von Produkten und deren möglichst umweltverträglicher Herstellung.

Sustainability Spotlight «Mit Nachhaltigkeit punkten»
Das Faktenpapier «Mit Nachhaltigkeit punkten» (Autor: Andreas Holzer) ist in deutscher und englischer Sprache gratis erhältlich bei: [email protected] (Bank J. Safra Sarasin/mc/ps)

Safra Gruppe
Die Safra Gruppe verfügt über einen hochangesehenen Namen im globalen Private Banking und darf auf eine erfolgreiche, langjährige Geschichte zurückblicken. Zu den Safra Banken gehören die
J. Safra Sarasin Holding und ihre Tochtergesellschaften, die Banco Safra und die Safra National Bank of New York. Alle verfügen über eine solide finanzielle Grundlage. Per Dezember 2012 wies die Safra Gruppe gesamthaft Eigenmittel von rund USD 12,9 Mia. sowie verwaltete Kundenvermö­gen in der Höhe von USD 200 Mia. aus. Die Banken der Safra Gruppe sind weltweit an 156 Stand­orten vertreten und beschäftigen über 7 700 Mitarbeitende.

J. Safra Sarasin Gruppe – Nachhaltiges Schweizer Private Banking seit 1841
Die internationale, der Nachhaltigkeit verpflichtete Bankengruppe ist an 30 Standorten in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika vertreten. Die J. Safra Sarasin Gruppe steht welt­weit für ihre Private-Banking-Tradition, hohe Sicherheit und gut geführtes, konservatives Wachstum im besten Sinne ihrer Kunden. Per Ende Dezember 2012 betreute sie Kundenvermögen von rund CHF 130 Mia., beschäftigte rund 2 140 Mitarbeiter und verfügte über Eigenkapital von etwa CHF 3,4 Mia.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.