Der Einfluss der technologischen Entwicklung das Geschäftsleben

Informations-Technologie

Wallisellen – RICOH und die Economist Intelligence Unit (EIU) veröffentlichen einen ausführlichen Bericht, der Führungskräften besondere Einblicke vermittelt, wie sich Organisationen aufgrund technologischer Entwicklungen zukünftig verändern werden. Daraus geht hervor, dass die Entwicklung vorhandener Technologien auch im nächsten Jahrzehnt Geschäftsmodelle und -verfahren spürbar beeinflussen wird. Unternehmen mit flexiblen Verfahren, anpassungsfähigen Strukturen und den richtigen Instrumenten für ihre Mitarbeiter und Kunden können sich schnell anpassen und werden feststellen, dass der durch Technologie bestimmte Wandel ihr Unternehmen stärkt und Chancen eröffnet.

Die Zunahme von kostengünstigen Rechnerleistungen, Speicherkapazitäten und Bandbreiten im Internet führen zwangsläufig zu einem Wandel. Es herrscht allgemeine Zustimmung, dass Organisationen immer grössere Datenmengen aus immer mehr Quellen und mit zunehmender Geschwindigkeit erfassen und verarbeiten müssen, schreibt RICOH in einer Medienmitteilung. Dieser Trend wird als «Big Data» bezeichnet. Neben der wachsenden videogestützten Kommunikation werden auch soziale Medien und andere Tools verstärkt Einzug in Unternehmen halten. Interessanterweise existieren diese Technologien bereits und obwohl zu erwarten ist, dass neue Technologien aufkommen werden, wird die radikale Veränderung von Geschäftsmodellen durch die neuartige Nutzung bestehender Technologien herbeigeführt werden.

Geschäftsprozesse überprüfen und optimieren
Carsten Bruhn, Executive Vice President der RICOH Europe PLC, erklärte: «Neue Technologien allein werden Unternehmen nicht notwendigerweise helfen, mit den für ihr Überleben und Wachstum erforderlichen Veränderungen Schritt zu halten. Es sind die Geschäftsprozesse hinter der Technologie, die überprüft und optimiert werden müssen, um echte Wertschöpfung für Unternehmen zu erzielen. Als Kern dieser Veränderung muss sichergestellt werden, dass die Prozesse den Informationsfluss fördern und so eine intensivere Zusammenarbeit und Wissensaustausch ermöglichen. Um dies sicherzustellen, ist es wichtig, Partnerschaften einzugehen, mit denen diese kommenden Veränderungen frühzeitig und wirksam realisiert werden können. Es ist nicht sinnvoll, neue Technologien einzuführen, um kurzfristige Effizienzverbesserungen zu erzielen.»

Die Ansicht, dass Innovationen bei Prozessen und Methoden möglicherweise entscheidender zur Veränderung des Geschäftsmodells beitragen als Innovationen in der Technologie, wird im Bericht deutlich hervorgehoben. In der Technologiebranche ist die Einrichtung des Apple Internet App Store im Jahr 2008 nicht das Ergebnis völlig neuer Technologie, sondern eines Umdenkens der aktuellen Vermarktungs- und Vertriebsmethoden von Software, die zur Entwicklung einer effizienteren Plattform und wirksamerer Prozesse führen wird. Darüber hinaus haben eBay und Facebook Führungspositionen auf dem Markt erobert, indem sie neue Geschäftsmodelle aus vorhandener Technologie geschaffen haben.

Weitere wichtige Ergebnisse sind:

  • Wenige Industriezweige werden von den Veränderungen unberührt bleiben. Sechs von zehn Führungskräften glauben, dass ihr vertikaler Markt 2020 wenig Ähnlichkeit mit dem heutigen haben wird.
  • Für diejenigen, die sie bewältigen können, wird «Big Data» zu einem eigenständigen Geschäft werden. Die Europäische Kommission schätzt, dass allein die Daten der öffentlichen Verwaltung das Wachstum neuer Informationsdienste stimulieren werden und damit zirka 40 Mrd. EUR (55 Mrd. USD) zur europäischen Wirtschaft beisteuern könnten.
  • Im Zuge der Automation von Transaktionen und der «Virtualisierung» der Zusammenarbeit wird sich der Bestimmungszweck von realen Läden und Büros verändern. Genau wie Bankfilialen, die sich aufgrund der weitgehend erreichten Automatisierung der Banktransaktionen immer mehr in Beratungsstätten verwandeln, wird sich diese Verlagerung auch in anderen Bereichen durchsetzen.
  • Es steht zu erwarten, dass Kunden bis 2020 die herkömmliche Forschung und Entwicklung als primäre Quelle für neue Produkt- und Dienstleistungsideen überholen werden. Die Befragten glauben auch, dass Kunden bis dahin eine nahezu ebenso wichtige Quelle für Verbesserungen der Geschäftsprozesse sein werden wie die eigenen Unternehmensmitarbeiter.
  • Die Entscheidungsprozesse werden sich in die Peripherie verlagern – 63 Prozent der Entscheidungsträger prognostizieren eine Verschiebung hin zu einem dezentralisierteren Geschäftsmodell und gehen davon aus, dass Entscheidungsbefugnisse von zentralen Führungsebenen zu einzelnen Mitarbeitern wechseln werden.
  • Das Unternehmen von 2020 wird transparenter sein, als je zuvor. Firmen wird es in den nächsten Jahrzehnten immer schwerer fallen, schlechten Service, hohe Preise oder unpopuläre Praktiken zu verschleiern, da die Technologie sie für den Endkunden immer sichtbarer macht.

Der Bericht mit dem Titel «Umwälzungen im Geschäftsleben durch Technologie – ein Ausblick» stützt sich für seine Befunde hauptsächlich auf zwei Umfragequellen. Zum einen wurde im September und Oktober 2011 eine weltweite Befragung von 567 Führungskräften durchgeführt. Alle Befragten waren Mitarbeiter auf leitender Ebene und fast die Hälfte (46%) Teil der Geschäftsleitungs- bzw. Vorstandsebene. Die Befragten arbeiteten in vielen verschiedenen Branchen, insbesondere in den Sektoren Finanzdienstleistungen, Regierung & öffentlicher Dienst (inkl. Gesundheitswesen), Bildungswesen, freiberufliche Dienstleistungen, Technologie und im Fertigungsbereich. Von den befragten Unternehmen hatten 43% Jahreseinnahmen von 500 Mio. USD oder mehr. Daneben wurde eine Reihe von Tiefeninterviews mit einflussreichen Personen aus der Technologieszene und Geschäftswelt sowie mit Führungskräften aus verschiedenen Sektoren durchgeführt.

Der vollständige Bericht sowie ein Executive Summary können unter www.ricoh.de/thoughtleadership heruntergeladen werden. (RICOH/mc/pg)

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