Dezentralisierung wird für Unternehmen immer wichtiger

David Mills

David Mills, Executive Vice President Operations von Ricoh Europe.

London/Wallisellen – Ergebnisse einer von Ricoh unterstützten Studie belegen, dass die Auswirkungen neuer Technologien Unternehmen bis zum Jahr 2020 in eine «neue Ära der Dezentralisierung» führen werden. 63 Prozent der Führungskräfte prognostizieren Recherchen der Economist Intelligence Unit zufolge eine Verschiebung hin zu stärker dezentralisierten Geschäftsmodellen. Die Befragten gehen davon aus, dass wichtige unternehmerische Entscheidungen künftig nicht mehr nur von zentralen Geschäftsleitungen getroffen werden, sondern auch die Bedeutung von einzelnen Mitarbeitern steigt.

«Wir glauben, dass Unternehmen prozessorientierter werden, sodass geschäftskritische Informationen einfacher verwaltet und von autorisierten Mitarbeitern empfangen, gespeichert und abgerufen werden können. Dadurch laufen Entscheidungsprozesse weniger hierarchisch ab und Mitarbeiter, die direkten Kundenkontakt haben, können sofort wichtige Entscheidungen fällen», erklärt David Mills, Executive Vice President Operations von Ricoh Europe. In der Vergangenheit wurden dezentrale Strukturen oft pauschal aufgrund angeblicher Ineffizienz, überflüssiger Doppelungen und mangelnder strategischer Anpassungsfähigkeit kritisiert. Bis 2020 sollen effektive Geschäftsprozesse den Mitarbeitern von Unternehmen ermöglichen, die Anforderungen des Marktes und der Kunden besser zu erfüllen und die Organisationen selbst flexibler machen.

Engere Zusammenarbeit mit Kunden fördern
Die Förderung einer engeren Zusammenarbeit mit Kunden ist besonders wichtig, denn die im Rahmen der Studie befragten Führungskräfte sind der Ansicht, dass bis 2020 die meisten Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen von Kunden stammen werden. 86 Prozent der Führungskräfte sind sich darüber hinaus einig, dass Kunden mit ihren Anforderungen oder Meinungen künftig Teil von internen Entscheidungsprozessen sein werden. 85,7 Prozent gehen zudem davon aus, dass in Projektteams auch verstärkt Vertreter von externen Anspruchsgruppen, wie Kunden oder Geschäftspartner, zu finden sein werden.

Netzwerk integrierter Prozesse als Kern
Den Kern einer erfolgreichen Dezentralisierung bis 2020 bildet ein Netzwerk integrierter Prozesse. Dieses Netzwerk muss für Mitarbeiter, deren Arbeit auf Fachkenntnissen, Informationen und Ideen basiert (Wissensarbeiter), überall zugänglich sein, um fundierte Geschäftsentscheidungen treffen zu können. Auch sollte geprüft werden, wie externe Fachleute, die für das Unternehmen tätig sind, selbst Informationen zur Verfügung stellen und auf Informationen zugreifen können.

Zentrale Steuerung zum Schutz von geschäftskritischen Daten
Informationen müssen von Wissensarbeitern auf sichere Weise erstellt, gespeichert und abgerufen werden können. Um geschäftskritische Daten – die zu den wertvollsten Ressourcen eines Unternehmens gehören – zu schützen, ist eine zentrale Steuerung erforderlich. Dies ist jedoch nicht einfach, da derzeit 43 Prozent aller geschäftskritischen Dokumentenprozesse in europäischen Organisationen noch papierbasiert ablaufen und die Arbeitsabläufe aktuell nur in 22 Prozent der Organisationen vollständig automatisiert sind.

Vervielfältigung reduzieren

«Im neuen Zeitalter der Dezentralisierung müssen Unternehmen aktiver werden, um sich der digitalen Welt anzupassen. Dies ist besonders wichtig, da Mitarbeiter zunehmend Zugriff auf kritische Informationen benötigen und viele von ihnen «virtuell» oder extern tätig sein werden. Mit den richtigen Partnern bei der Optimierung geschäftskritischer Prozesse können Unternehmen sicherstellen, dass Informationen überwacht werden und stets sicher sind. Mitarbeiter und Projektteams sollten mühelos Zugriff auf Informationen haben. Nur so können sie im Interesse des Unternehmens handeln. Mit diesem Ansatz kann die Vervielfältigung reduziert werden, die Informationen bleiben einheitlich und vor allem liegt ein exakter Überblick über die im Unternehmen entstehenden Kosten vor», so Mills abschliessend.

Das Executive Summary zur Studie «Frontiers of disruption: The next decade of technology in business» ist auf www.ricoh-europe.com/thoughtleadership als Download verfügbar.

Über die Studie
Die Economist Intelligence Unit befragte im September und Oktober 2011 567 Führungskräfte nach ihren Ansichten, wie sich Technologie in der Zukunft auf Unternehmen auswirken wird. Es wurden Führungskräfte aus aller Welt befragt, wobei 32% der Teilnehmer in Europa, 29% in Nordamerika und 28% in Asien/Pazifik ansässig waren. Sie stammen aus über 20 Sektoren, vor allem aber aus den Finanzdienstleistungen, dem staatlichen Bereich und öffentlichen Dienst (einschliesslich Gesundheitswesen), Bildungswesen, freiberufliche Dienstleistungen, Informations- und andere Technologien sowie Fertigung. 46% der Teilnehmer waren in den obersten Führungsetagen tätig. Die Grösse der Organisationen war sehr unterschiedlich, 43% erzielten aber einen Umsatz von mindestens US$500 Mio.

Über Ricoh Schweiz AG
Die Ricoh Schweiz AG mit Hauptsitz in Wallisellen ist ein führender Lösungsanbieter für digitale Bürokommunikation, Produktionsdruck und unternehmensweites Druck- und Dokumentenmanagement. Das Portfolio umfasst Hardware- und Softwarelösungen, Produktionsdrucklösungen, professionelle Service- und Supportdienstleistungen sowie branchenbezogene Unternehmensberatung (Office Consulting Services). Diese Leistungen beziehen sich auf den gesamten Infrastrukturbetrieb (Managed Document Services, Outsourcing) und umfassen den kompletten Lebenszyklus des Informationsträgers Dokument in Unternehmen und Organisationen. Vorrangiges Ziel ist es hierbei, eine Prozessverbesserung, Produktivitätssteigerung und Kostensenkung im Bereich der Bürokommunikation und der unternehmensweiten Druck- und Dokumentenverarbeitung auf Kundenseite zu realisieren.
Ricoh Schweiz ist ein Tochterunternehmen des japanischen Global Players Ricoh. In der Schweiz beschäftigt Ricoh rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist neben seiner Hauptverwaltung in Wallisellen schweizweit mit 17 Filialen vertreten. Das Unternehmen ist am 1. Oktober 2008 aus den drei Ricoh-Tochtergesellschaften Lanier, Celltec und Infotec entstanden.
Mehr Informationen unter www.ricoh.ch.

Über Ricoh Company, Ltd.
Die Ricoh Company, Ltd («Ricoh») ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das sich auf die Märkte für Büro- und Produktionsdruck spezialisiert hat. Ricoh arbeitet mit Unternehmen auf der ganzen Welt gemeinsam an der Modernisierung von Arbeitsumgebungen und der Steigerung der Effizienz bei der Dokumentverwaltung. Das Unternehmen hat mit über 109’014 Mitarbeitern weltweit Standorte in Europa, in Amerika, im asiatisch-pazifischen Raum, in China und in Japan. Im vergangenen Geschäftsjahr, das am 31. März 2011 endete, verzeichnete Ricoh weltweit einen Gesamtumsatz von über 1’942 Mrd. Yen (rund 16,4 Mrd. Euro, basierend auf dem Kurs der US Federal Reserve, Stand: März 2011).
Mehr Informationen unter www.ricoh-europe.com.

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