«Ein zweifacher Sieg für den Umweltschutz»

Martin Reisinger

Martin Reisinger, technischer Geschäftsleiter Wäscheria Illanz.

Ilanz GR: Heisser Dampf entweicht bei der Grosswäscherei Wäscheria im bündnerischen Ilanz nicht mehr ungenutzt. Dank eines neuen Wärmetauschers bleibt die Energie im Haus und wird für die Heizung wiederverwertet. Der technische Geschäftsleiter Martin Reisinger freut sich auf das nachhaltige Projekt, denn so spart die Wäscheria Öl und Waschmittel zugleich.

Ermöglicht wird die Anlage durch finanzielle Unterstützung der Klimastiftung Schweiz. Die Stiftung unterstützt KMU, die ihren CO2- oder Stromverbrauch senken, und Firmen, die ein klimafreundliches Produkt entwickeln. 20 grosse Dienstleistungsfirmen der Schweiz engagieren sich damit für den Klimaschutz und die Wirtschaftsförderung in der Schweiz.

Wie funktioniert das Wärme-Recycling in Ihrer Wäscherei in Ilanz?

Martin Reisinger: Unsere Bügelmaschinen stossen viel heisse, feuchte Luft aus. Wir kühlen neu diese heisse Luft in einem Wärmetauscher mit Frischwasser. Dabei wird der Abluft die Wärme entzogen und wir heizen so das Frischwasser vor für unsere Waschmaschinen.

Was verbessert sich mit dem Wärmetauscher an Ihrem Standort Ilanz?

Wir sparen Ressourcen. In erster Linie Öl, weil wir weniger heizen müssen. Aber dadurch, dass das Frischwasser wärmer ist, sparen wir auch Chemikalien. Das ist gleich ein zweifacher Sieg für den Umweltschutz. Und wir erhoffen uns eine noch bessere Waschqualität.

Die Klimastiftung Schweiz hat den Wärmetauscher mit ihrer finanziellen Unterstützung ermöglicht. Was bedeutet Ihnen diese Unterstützung?

Ich finde das eine sehr tolle, unkomplizierte und sinnvolle Förderung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Unsere eigenen Geldgeber haben das Projekt nicht genehmigt, weil das investierte Geld erst in einigen Jahren wieder eingespart sein wird. Dank des Förderbeitrags der Klimastiftung Schweiz konnten wir es realisieren. Jetzt können wir Ressourcen sparen, und zwar auf bezahlbarem und sinnvollem Weg.

Weshalb setzt sich Ihre Firma für den Umweltschutz ein?

Wir sind uns bewusst, dass das Waschen von Textilien einen grossen Einfluss auf die Umwelt hat, weil wir viel Wasser, Öl und Chemikalien benötigen. Es ist uns deshalb ein grosses Anliegen, der Umwelt Sorge zu tragen.

Über die Klimastiftung Schweiz
KMU fördern – Klima schützen. Nach diesem Motto unterstützt die Klimastiftung Schweiz Projekte kleiner und mittlerer Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die schlanke Struktur der Stiftung gewährleistet, dass nur wenige Mittel für die Administration und Bearbeitung von Förderanträgen aufgewendet werden.
Die Klimastiftung Schweiz wurde als gemeinnützige, unabhängige Stiftung gegründet. Sie steht unter Bundesaufsicht und steht interessierten Firmen offen, die durch einen effizienten und gezielten Einsatz der Rückverteilung der CO2-Lenkungsabgabe den Klimaschutz verstärken wollen.
Seit Januar 2008 verlangt das CO2-Gesetz eine Abgabe auf Brennstoffen. Ein Teil der Abgaben fliesst zurück an die Wirtschaft. Vor allem grosse Dienstleistungsunternehmen erhalten mehr zurück, als sie bezahlt haben. Diese «Netto-Rückvergütung» setzen die Partnerfirmen der Klimastiftung Schweiz vollumfänglich für Klimaschutzmassnahmen von Schweizer KMU ein.

Die Partner der Klimastiftung Schweiz
Allianz Suisse, Alternative Bank Schweiz, AXA Winterthur, Gebäude Versicherung Bern, Gebäudeversicherung Kanton Zürich, KPMG, Man Investments, Microsoft Schweiz, PartnerRe, Pictet & Cie, PricewaterhouseCoopers, Raiffeisen Schweiz, Sanitas, SAP, Sarasin & Cie AG, Swiss Life, Swiss Re, Vaudoise Assurances, Bank Vontobel und XL Insurance sind Partner der Klimastiftung Schweiz.

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