Erfolg im Artenschutz: Wieder 400 Iberische Luchse

Iberischer Luchs

(Foto:  Alfonso Morena / WWF Spanien)

Zürich – Es pirschen wieder mehr der seltenen Iberischen Luchse durch die Wälder der Iberischen Halbinsel: 2015 wurden 404 Individuen gezählt, das ist rund einen Fünftel mehr als noch ein Jahr zuvor. Ausserdem wurden 120 fortpflanzungsfähige Weibchen festgestellt.

«Dies ist eine sehr gute Nachricht für den Artenschutz und sie zeigt, dass Schutzmassnahmen in verhältnismässig kurzer Zeit positive Auswirkungen haben können» meint Martina Lippuner, Mediensprecherin beim WWF Schweiz. «Wir sind zuversichtlich, dass sich der Bestand der Iberischen Luchse wieder erholt».

Verkehr und sinkende Wildkaninchenpopulation als grösste Gefahr
Iberische Luchse kommen in fünf verschiedenen Gebieten auf der Iberischen Halbinsel vor, vier davon befinden sich in Spanien und eines in Portugal. Immer wieder fallen sie Autounfällen zum Opfer: In den letzten drei Jahren sind so 51 Luchse gestorben. Neben dem Verkehr ist auch ein Rückgang ihres Hauptbeutetiers ein Problem: Die Wildkaninchenpopulation in den Luchsgebieten ist wegen einer Viruserkrankung in den letzten Jahren um 50 Prozent zurückgegangen.

Die Förderung von Wildkaninchen ist deshalb auch eine der Massnahmen des Life+ Iberlince Programmes, welches die EU in Zusammenarbeit mit dem WWF und anderen Partnern durchführt. Weitere Massnahmen sind die Aufwertung des Lebensraums der Luchse, der Kampf gegen die Wilderei und die gezielte Umsiedlung einzelner Luchse, um der genetischen Verarmung vorzubeugen. (WWF/mc/pg)

WWF Schweiz

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