EY Entrepreneur Of The Year 2021: 14 Finalisten aus der Deutsch- und Westschweiz stehen fest

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(Illustration: EY)

Zürich – Die 14 Unternehmer-Persönlichkeiten für die diesjährige Ausgabe des Entrepreneur Of The Year von EY in der Schweiz stehen fest. Insgesamt 36 Unternehmen haben sich 2021 für dieses Programm beworben, nun hat die unabhängige Jury entschieden, wer am 29. Oktober in den verschiedenen Unternehmerkategorien für den „EY Entrepreneur Of The Year 2021“ im Final steht.

Sascha Stahl, Programm Partner des EY Entrepreneur Of The Year Switzerland kommentiert: “Wir sind stolz, seit bald 25 Jahren herausragendes Unternehmertum in der Schweiz zu fördern. Seit April dieses Jahres arbeiten wir und die unabhängige Jury daran, die heute bekanntgegebenen Finalistinnen und Finalisten zu designieren. Wir sind beeindruckt von den innovativen und engagierten Unternehmer-Persönlichkeiten, die es in der Schweiz gibt, was in diesen aktuell besonders herausfordernden Zeiten bemerkenswert ist“.

Frédéric Tissot, Direktor Entrepreneurship & Family Enterprise Suisse romande von EY, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass wir auch dieses Jahr in den vier Kategorien wieder Finalistinnen und Finalisten aus der Deutsch- und Westschweiz ernennen konnten, die es alle verdient hätten, den Award 2021 zu gewinnen.“

Verliehen werden die Auszeichnungen in den Kategorien «Industrie, High-Tech & Life Sciences», «Dienstleistung & Handel», «Family Business» sowie „Emerging Entrepreneur“. Folgende Persönlichkeiten und Firmen sind für das Finale nominiert:

Kategorie „Industrie, High-Tech & Life Sciences“

Brigitte Breisacher, Alpnach Schränke + Küchen, Alpnach (OW)
Brigitte Breisacher leitet in 2. Generation das Unternehmen ihres Vaters, das dieser 1966 aus einer Schreinerei heraus gegründet hat. Heute ist die Alpnach Schränke der führende Spezialist für Stauraummöbel und Küchen nach Mass in der Schweiz. Rund 40.000 Schränke und rund 2.000 Küchen entstehen so aus reiner Schweizer Produktion, von der Beratung, über die Produktion, bis zur Montage. Brigitte Breisacher wird als Finalistin für ihren unermüdlichen, leidenschaftlichen und authentischen Einsatz als Schweizer Unternehmerin geehrt.

Christian Ammann, Giants Software, Schlieren (ZH)
In der gemeinsamen WG gründen Christian Ammann und Stefan Geiger 2008 die Giants Software mit dem Ziel, eigene Spiele zu entwickeln. Ihr Farming Simulator wird zu einem Grosserfolg, der es unter die Top 50 aller Spiele weltweit schafft, eines der wenigen ohne Gewalt. 25 Millionen Exemplare sind auf PC, mobil und auf Konsolen in über 60 Ländern im Einsatz. Die Jury würdigt die höchst erfolgreiche Pionierarbeit von Christian Ammann in einer Branche, die unglaublich viele Menschen erreicht und bewegt.

Carlo R. Centonze, HeiQ, Schlieren (ZH)
2005 gründen Carlo Centonze und Murray Height die HeiQ Materials als ETH Spin-off. Seither ist die Firma ein Innovator im Textil-Bereich und entwickelt so genannte „functional materials“, etwa Stoffe, welche Viren abtöten oder Öl aus dem Meerwasser filtern. Im Jahr 2020 gelingt HeiQ der Börsengang an der Londoner Stock Exchange. Carlo Centonze wird für seinen beharrlichen Erfindergeist als Finalist geehrt, der ihn vom Startup zum internationalen Innovator gebracht hat.

Kategorie „Dienstleistung & Handel“

Stefan Muff, Axon Active, Luzern
Stefan Muff gründet 2008 die Axon Active als Entwickler und Tester von Software mit Fokus auf die digitale Transformation. Seine erste Firma war der Geodatenanbieter Endoxon, die er 2006 verkauft – heute bekannt als Google Maps. Das Prinzip ist immer das gleiche: Gebündeltes Wissen, Technologie und Ressourcen für die Entwicklung digitaler Systeme. Die Jury ehrt mit Stefan Muff einen Visionär und Gestalter eines Ökosystems der IT-Branche, wie es in diesem Land selten anzutreffen ist.

Karl Müller & Claudio Minder, Joya Schuhe, Roggwil (TG)
Karl Müller und Claudio Minder gründen die Joya Schuhe Holding 2007 als Spezialist für modische Komfortschuhe. Heute stellt Joya den weichsten Schuh der Welt her, eine orthopädisch akzeptierte Neuerung des weichen Gehens. 2 Millionen Paar Joya Schuhe sind mittlerweile verkauft, in 40 Ländern bei über 1.600 Händlern. Karl Müller und Claudio Minder werden als Finalisten gekürt, weil sie den Komfortschuh erfolgreich aus der orthopädischen Ecke geholt haben.

Marc Aeschlimann, Smood, Plan-les-Ouates (GE)
Restaurants in Paris, welche ihre Gerichte durch einen Boten praktisch nach Hause liefern, inspirieren Marc Aeschlimann 2012 zur Gründung von Smood. Heute ist Smood «The Swiss Food Delivery App» schlechthin, die das Essen des Lieblingsrestaurants in weniger als 45 Minuten kontaktlos und hygienisch nach Hause, ins Büro oder an einen anderen Ort liefert. Mehr als 1.800 Restaurants sind an den Lieferservice angeschlossen, sie machen damit Smood zum Marktführer der Schweiz. Die Jury ehrt Marc Aeschlimann als Finalisten, weil er neue Wege des Handels und der Gastronomie beschreitet, die gerade in Zeiten wie diesen unschätzbar wertvoll sind.

Kategorie “Family Business”

Rudenz Egli, Egli Process Technology, Bütschwil (SG)
Mit erst 26 Jahren übernimmt Rudenz Egli den Betrieb seines Vaters in vierter Generation. Seit 1888 produziert die Egli AG erst Komponenten, dann ganze Anlagen für die Butterherstellung. Heute ist Egli Weltmarktführer für Butteranlagen, 99% Export, direkt aus dem Herzen des Toggenburgs. Rudenz Egli wird als Finalist geehrt, weil er es als Schweizer Mittelständler geschafft hat, ein Weltmarktführer zu werden.

Markus Gericke, Gericke Gruppe, Regensdorf (ZH)
1894 gründet Walter H. Gericke eine Mühlenbauanstalt, die Markus Gericke nach vier Generationen in Familienhand übernehmen kann. Heute steht das Unternehmen für Gesamtlösungen zur Verarbeitung von Schüttgütern, also das Fördern, Dosieren, Mischen und Kontrollieren von Pulvern und Körnern. Gericke ist mit 12 Standorten weltweit tätig und steht für Schweizer Werte im Engineering und Maschinenbau. Markus Gericke wird als Finalist geehrt, weil er mit seinem Einsatz eine Tradition aufrechterhält, für die die Schweiz in der ganzen Welt geschätzt und bewundert wird.

Christoph Häring, Häring & Co. AG, Eiken (AG)
Die Häring Gruppe ist seit 140 Jahren im Familienbesitz und wird von Christoph Häring in der vierten Generation geführt. Das Unternehmen steht für innovative Bausysteme mit dem einheimischen und energieunabhängigen Rohstoff Holz. Mit einem Produktionsstandort in China und einem Büro in Singapur exportiert die Häring Gruppe ihr Know-how leistungsfähiger Bausysteme. Die Jury ehrt Christoph Häring für seine innovativen Ideen, aber auch für den erfolgreichen Umgang mit komplexen Familienstrukturen, die er meisterhaft gebündelt hat.

Kategorie „Emerging Entrepreneur“

Lukas Böni & Pascal Bieri, Planted Foods, Kemptthal (ZH)
Gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen, gründeten Lukas Böni und Pascal Bieri die Planted Foods im 2019. Der Startup kreiert pflanzliches Fleisch aus Erbsen, deren Nachhaltigkeit noch einmal höher ist als alternative Rohstoffe und Methoden. Nach zwei Jahren macht der Startup bereits kräftige Umsätze, hat zwei Finanzierungsrunden hinter sich und agiert in drei Ländern; ein beeindruckender Start. Das Planted-Team wird als Finalist geehrt, weil es ein hochaktuelles Thema äusserst agil, zukunftsweisend und erfolgreich umzusetzen versteht.

Alisée de Tonnac, Seedstars, Carouge (GE)
Seedstars wurde 2012 von Alisée de Tonnac gegründet mit dem Ziel, die Lebensbedingungen in Schwellenländern mit Technologie und Unternehmertum zu verändern. Diesem Ziel geht Alisée de Tonnac bis heute mit grossem Engagement nach und hat ein Ökosystem geschaffen, das Wissen, Bildung und Kapital vermittelt. Kernstück ist ein internationaler Unternehmenswettbewerb, der 90 Ökosysteme von Lagos über Bogotà bis nach Karachi als internationales Netzwerk verbindet. Alisée de Tonnac wird als Finalistin geehrt, weil ihr Einsatz für das Unternehmertum über die Grenzen hinaus vorbildlich ist und an eine grosse schweizerische Tradition anknüpft.

Simon Ittig, T3 Pharmaceuticals, Basel
2015 gründet ein Team von Experten um Simon Ittig die T3 Pharmaceuticals mit dem Ziel, Krebs zu bekämpfen. Die Forschung von T3 beschreitet völlig neue Wege der Krebsbehandlung mit lebenden Bakterien, welche direkt in den Zellen des Tumors arbeiten. Diese selbstverstärkende Therapie, die sich innerhalb von Tumoren ausbreitet, wird bereits in diesem Jahr klinisch getestet. Die Jury ehrt das Team und Simon Ittig für einen bahnbrechenden Ansatz in einem Forschungsgebiet, das weltweit für höchstes Ansehen sorgt.

Die Entrepreneur Of The Year Gala am 29. Oktober 2021 ist auch dieses Jahr als hybrider Anlass konzipiert, mit 250 geladenen Gästen in der Samsung Hall in Dübendorf und einer grossen Anzahl an virtuell zugeschalteten Teilnehmenden rund um den Globus. (EY/mc)

EY Entrepreneur Of The Year 2021

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