Fahrerverhalten beeinflusst Kosten von Firmenflotten

Fahrerverhalten beeinflusst Kosten von Firmenflotten

Cham – Kostenreduktion ist auch im Jahr 2012 das dominierende Thema bei Firmenflotten. Gerade hier besteht jedoch grosses Verbesserungspotenzial bei Schweizer Unternehmen. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern werden rund 60% der Schweizer Firmenflotten immer noch aus eigenen Mitteln finanziert und intern betreut. Der CVO liefert Gründe, warum mit Full-Service-Leasing und mit einem besseren Fahrerverhalten entscheidend Kosten gespart werden können. Gerade letzteres rückt zunehmend in den Fokus von Firmenflotten, machen doch die Fahrerkosten rund 10-30% der über die ganze Nutzungsdauer des Firmenfahrzeugs hinweg anfallenden Kosten (TCO) aus. Bereits ein Fünftel der Firmen mit über 100 Mitarbeitenden setzt für die Fahrerkontrolle bereits Telematiksysteme ein. Dies sind die zentralen Erkenntnisse der CVO-Studie, die jährlich von Arval, einer führenden europäischen Spezialistin für Full-Service-Leasing und Flotten-Management, in Auftrag gegeben wird.

Der diesjährige CVO macht sichtbar, dass bis zu 27% vor allem der grossen Firmen mit einer Vergrösserung ihrer Flotte rechnen. Kostenreduktion bleibt weiterhin ein grosses Thema beim Top Management. Umso wichtiger wird es, sämtliche Bereiche einer Firmenflotte permanent zu analysieren, aufeinander abzustimmen und zu optimieren. Das Wissen jedoch, wie Flotten sparsamer werden könnten, ist vor allem in der Schweiz noch ausbaufähig. Dies kann einerseits durch Auslagerung des Flottenservices und andererseits durch Einbezug der Fahrer und der Personalabteilungen beim Flotten-Management erreicht werden. Auch der zunehmende Einsatz von sogenannten Telematiksystemen in Firmenfahrzeugen hat einen positiven Einfluss auf das Kostenmanagement. Nur schon deren Einbau führt zu einem schonenderen Fahrverhalten für Umwelt und Fahrzeug.

Auslagern hilft beim Sparen
Eine Mehrheit von rund 60% der Schweizer Firmenflotten wird immer noch aus eigenen Mitteln finanziert und intern betreut. Als Hauptgrund für diese Beschaffungsart geben die befragten Unternehmen an, dass sie so die Kontrolle über ihre Flotte behalten wollen. Ein professionelles Full-Service-Leasing bringt jedoch gerade hinsichtlich (Kosten-)Kontrolle bessere Ergebnisse, können doch mit einer schlanken Administration rund 10% der Nutzungskosten eines Firmenfahrzeuges (Total Cost of Ownership) gespart werden. Anbieter solcher Full-Service-Leasing-Angebote verfügen nicht nur über beste Konditionen bei den Auto-Herstellern, sie besitzen neben professionellem Know-how auch entsprechende Kontrollinstrumente, dank deren Flotten optimiert werden können. So können Firmen zeitnah reagieren und Verbesserungen in die Wege leiten.

Fahrerverhalten senkt Kosten
Es gibt vier wesentliche Einflussfaktoren auf das Flotten TCO (Total Cost of Ownership): Die Finanzierungsform, die Wahl der Fahrzeuge, das Management der Flotte und das Fahrerverhalten. Gerade das Fahrverhalten hat dabei einen erheblichen Einfluss. Daher lohnt es sich, neben den Fahrzeugen auch das Fahrverhalten der Lenker zu analysieren: Wie hoch ist der Treibstoffverbrauch, welches Schäden werden verursacht, wie sieht der Pneuverbrauch aus usw. Insbesondere der Treibstoffverbrauch ist relevant, da er doch fast einen Viertel der Gesamtkosten ausmacht. Weiter hat sich gezeigt, dass Mitarbeitende, die bei der Auswahl des Firmenwagens Mitspracherecht haben, zu diesem mehr Sorge tragen. Dieses Mitspracherecht ist in der Schweiz jedoch bislang kaum entwickelt. Weiter empfiehlt es sich, auch die Personalabteilungen in die Entscheidungen rund um die Firmenflotte mit einzubeziehen. Schliesslich kann im „war for talents“ auch das Argument der Fahrzeugwahl eingesetzt werden.

Telematiksysteme im Trend
Fast ein Fünftel der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden haben zurzeit bereits Telematiksysteme in ihren Firmenfahrzeugen installiert. Dadurch können sie jederzeit ermitteln, wo ihre Fahrer sind, wie schnell diese unterwegs sind, wie umweltschonend ein Mitarbeitender fährt usw. Erste Erfahrungen zeigen, dass ein solcher Einbau nicht nur zu einem schonenderen Fahrverhalten für Umwelt und Fahrzeug führt. Werden Telematiksysteme in Kombination mit einem Sicherheits- und Eco-Fahrtraining eingesetzt, kommt es zu einer Treibstoff-Reduktion von durchschnittlich 8%. Da die Firmen zurzeit die Systeme hauptsächlich dafür verwenden, um ihre Fahrer zu lokalisieren und deren Reisestrecken zu verfolgen, ist die Akzeptanz unter den Fahrern verständlicherweise nicht all zu gross. Flottenanbieter haben nun jedoch sogenannte non-tracking-Lösungen ohne eingebautes GPS auf den Mark gebracht. Diese zeichnet lediglich Daten im Zusammenhang mit Unterhalt und Verbrauch des Fahrzeuges auf. Dies führt dazu, dass die Mitarbeitenden für Telematiksysteme empfänglicher werden.

Über 4’800 Interviews in 16 Ländern
Die Markterhebung „Corporate Vehicle Observatory“ (CVO) wurde 2002 auf Initiative von BNP Paribas und Arval, einem führenden europäischen Spezialisten für Full-Service-Leasing und Flotten-Management, ins Leben berufen und in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. Ein Marktforschungsinstitut befragt seither jedes Jahr in einer internationalen, repräsentativen Umfrage Entscheidungsträger aus der Wirtschaft zu ihrem Fuhrpark- und Flotten-Management. Insgesamt wurden für den CVO 2012 in Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Polen, Portugal, der Türkei, Tschechien, der Schweiz, Spanien, UK, Russland und neu Holland über 4’800 Interviews geführt. In der Schweiz befragte das Marktforschungsinstitut CSA dieses Jahr 93 Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitenden, 63 Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitenden, 90 Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitenden und 64 Grossunternehmen mit über 1000 Mitarbeitenden. (Arval/mc/ps)

Die Studie steht zum Download bereit unter www.arval.ch

Über Arval
Arval, eine Tochtergesellschaft des internationalen Finanzdienstleisters BNP Paribas, wurde 1989 gegründet und ist eine führende europäische Spezialistin für Full-Service-Leasing und Flotten-Management. Sie verwaltet gemeinsam mit Partnern in 39 Ländern rund 687’000 Firmenwagen. Mit ihren rund 4’500 Mitarbeitenden hat Arval ein umfassendes Know-how und Controlling bei einfachen Prozessen aufgebaut. Arval steht für Professionalität im Dienste ihrer Kunden und Partner und ist unabhängig von Automobilherstellern und Versicherern. In der Schweiz beschäftigt die Arval (Schweiz) AG mit Sitz in Cham (ZG) und Gland (VD) rund 50 Mitarbeitende.
Weitere Informationen: www.arval.ch

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