Greenpeace im Jahr von Fukushima

AKW Fukushima 1

Strahlentest nach dem Super-GAU in Fukushima am 12. März 2011.

Zürich – Im Jahr von Fukushima führte Greenpeace eine Reihe erfolgreicher Kampagnen, unter anderem zur Energiewende, zum Atomausstieg, zum Urwald- und zum Wasserschutz. Im 40. Jahr seines Bestehens liess Greenpeace eine neues ökologisches Kampagnenschiff vom Stapel. 2011 unterstützten 159’000 Menschen mit 25,4 Millionen Franken die globale Umweltorganisation. Der neue Jahres­bericht von Greenpeace Schweiz ist jetzt online.

Das Jahr 2011 wird als das des nuklearen Super-GAUs von Fukushima in die Geschichte eingehen. 25 Jahre nach Tschernobyl sah und sieht sich die Welt erneut konfrontiert mit den unabschätzbaren Gefahren der Atomenergie. Die Schweiz setzte mit ihrem alten AKW-Park blind auf diese Energiequelle und verpasste eine echte Energiewende hin zu einheimischen und erneuerbaren Quellen und zu einer grösseren Energieeffizienz. Lange vor Fukushima hat Greenpeace Schweiz der Atomenergie den Kampf angesagt und eine konsequente Energiewende gefordert. Wie dem Online-Jahresbericht unter www.greenpeace.ch/jahresbericht zu entnehmen ist, hat die Energie-Kampagne eine neue Dimension und neue Bedeutung erhalten. Ob auf der Strasse, gegenüber den Energiekonzernen oder in der Politik: Greenpeace ist seiner Vorkämpferrolle auch 2011 gerecht geworden.

Erfolgreich gegen Textilkonzerne
Gleichzeitig setzte sich das Netzwerk der internationalen Greenpeace-Niederlassungen – es feierte 2011 sein 40-jähriges Bestehen – auf dem ganzen Globus für dringende Anlie­gen der Umwelt ein. Zwei Beispiele: Eine ganze Reihe von Textilkonzernen verpflichtete sich aufgrund der «Detox»-Kampagne, verheerende Gifte aus ihrer Produktion zu verbannen. Beim Waldschutz war Greenpeace vor allem in Indonesien erfolgreich, wo noch immer Urwald für die Palmöl- und die Papierproduktion abgeholzt wird.

Internationale Vernetzung
Auf dem Meer wird die Greenpeace-Flotte künftig von einer neuen Rainbow Warrior angeführt. Schweizer Spender haben wesentlich zu ihrem Bau beigetragen. Überhaupt hat Greenpeace Schweiz eine grosse Spendenverantwortung, ist sie doch die drittgrösste Geberorganisation für internationale Kampagnen. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass 73 Prozent der Einnahmen direkt in die Greenpeace-Kampagnen flossen. Die Ein­nahmen von Greenpeace Schweiz betrugen 25,4 Mio. Franken, die von 159 000 Perso­nen gespendet wurden. Nach dem Rekordjahr 2010 (26,2 Mio.) ist Greenpeace Schweiz mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Auch der Schutz des Klimas, der Ozeane und der Artenvielfalt bleiben Kernanliegen von Greenpeace. Die Rolle von Greenpeace Schweiz im internationalen Netzwerk wird auch deshalb immer wichtiger, weil bedeutende globale Unternehmen ihren Sitz in der Schweiz haben. (Greenpeace/mc/ps)

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