IBM und ETH für zukunftsweisende Partnerschaft ausgezeichnet

Matthias Kaiserswerth

Matthias Kaiserswerth, Direktor IBM Research – Zürich.

Rüschlikon – Seit fünf Jahren zeichnet die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement SVSM ausserordentliche Leistungen im Bereich des Standortmarketings und der Wirtschaftsförderung aus. Mit dem zum zweiten Mal verliehenen Preis „Standortmanager des Jahres“ wurden Prof. Dr. Ralph Eichler und Dr. Matthias Kaiserswerth ausgezeichnet. Der Preis würdigt die erfolgreiche strategische Partnerschaft der ETH Zürich und der IBM für den Standort Schweiz. Der SVSM Award ging an die „Jungfrau Klima-Co2operation“ für das Projekt „CO2-Bilanz der Jungfrau-Region“.

Zum zweiten Mal ehrt die SVSM eine Persönlichkeit, die in den Bereichen Standortmanagement oder Standortmarketing ausserordentliche Leistungen erbracht hat oder erbringt. Aufgrund einer erfolgreichen Public Private Partnership wird die Auszeichnung dieses Jahr an zwei Persönlichkeiten verliehen: Prof. Dr. Ralph Eichler, Präsident ETH Zürich und Dr. Matthias Kaiserswerth, Direktor IBM Research – Zürich. Sie haben eine beispielhafte langjährige strategische Partnerschaft in Bereich der Nanowissenschaften zwischen beiden Institutionen auf den Weg gebracht. Als zentrales Element der Zusammenarbeit wurde im Frühling dieses Jahres das „Binnig and Rohrer Nanotechnology Center“ – eines der weltweit modernsten Forschungszentren in diesem Bereich – auf dem Campus der IBM in Rüschlikon eröffnet. Die Partnerschaft sei richtungweisend für die künftige Ansiedlungsstrategie von Unternehmen und baue die Attraktivität des Forschungsplatzes Schweiz für Spitzentalente weiter aus, heisst es im Communiqué der SVSM.

Zwei Drittel 13 Bewerbungen mit Prädikat gut bis sehr gut
Zahlreiche Behördenvertreter, Wirtschaftsförderer und Akteure, die sich mit Standortmanagement befassen, wohnten am 15. September 2011 der feierlichen Preisübergabe der diesjährigen SVSM Awards im Zunfthaus zur Waag in Zürich bei. Nicht ohne Stolz verkündete Jurypräsident Stefan Vogler, dass zwei Drittel der 13 eingereichten Bewerbungen das Prädikat gut bis sehr gut verdienten. Die thematisch vielfältigen Einsendungen zeigen das Engagement der Akteure im Standortmanagement, für Ihren Standort ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Die eingereichten Projekte sollen beispielsweise dem qualitativen Bevölkerungswachstum dienen, der Abwanderung junger Leute entgegenwirken oder Hochschulen und Gewerbe zusammenbringen, um die regionale Wirtschaft zu stärken.  (IBM/mc/ps)

Über das Binnig and Rohrer Nanotechnology Center

Das im Mai 2011 im Beisein von Bundesrat Didier Burkhalter eröffnete „Binnig and Rohrer Nanotechnology Center“ bietet eine hochmoderne Forschungsinfrastruktur für Nanotechnologie. In Würdigung der Pionierleistungen der beiden IBM Forscher und Nobelpreisträger Gerd Binnig und Heinrich Rohrer, die für die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops 1986 den Nobelpreis für Physik erhielten, wurde das Zentrum nach Ihnen benannt. Viele sehen im erfolgreichen Ersteinsatz des RTMs die Geburtsstunde der Nanotechnologie. Das Zentrum ist ein zentrales Element einer 10-jährigen strategischen Partnerschaft mit der ETH Zürich, um neuartige Strukturen und Bauteile für zukünftige Elektronik- und Informationstechnologien auf atomarer Skala zu erforschen.
Herzstück des Gebäudes ist ein 950 qm grosser Reinraum für Mikro- und Nanofabrikation. Er wird mit mehr als 50 massgeschneiderten Instrumenten ausgestattet und bietet den Forschenden ein hohes Mass an Flexibilität. Eine Besonderheit bilden sechs so-genannte „Noise-free Labs“ – Speziallabors für extrem empfindliche Messungen und Experimente. Diese sind vor sämtlichen äusseren Einwirkungen wie Erschütterungen, elektromagnetischen Feldern oder Temperaturschwankungen geschützt. Die Kombination der in den „Noise-free Labs“ getroffenen Massnahmen ist in dieser Art bisher einzigartig und eröffnet eine neue Qualität der Messungen.
Das Zentrum enstpricht einer Investition von rund 90 Mio. Schweizer Franken, wovon 30 Mio. für die technische Infrastruktur anfallen. Diese Infrastrukturkosten sowie die entstehenden Betriebskosten teilen sich beide Partner. Die ETH Zürich hat Räumlichkeiten gemietet. Der Reinraum wird von beiden Partnern genutzt. Ausserhalb der gemeinsamen Forschungsaktivitäten steht es jeder Partnerinstitution frei, eigene Projekte zu verfolgen. Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts ist nicht nur ausschlaggebend für die Zukunft der IT, sondern könnte auch die Energie-und Umwelttechnik oder auch die medizinische Diagnostik revolutionieren. www.zurich.ibm.com/nanocenter

Über die Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement
Dem Schweizer Fachverband SVSM (Schweizerische Vereinigung für Standortmanagement) gehören mehr als 100 Organisationen, Unternehmen und Profis aus den Bereichen Standortmanagement, Regionenmarketing und Siedlungsentwicklung an. Die Vereinigung fördert den Erfahrungsaustausch zwischen den mit Standortmarketing beschäftigten Institutionen und Verantwortlichen, bietet Aus- und Weiterbildungsangebote an und betreibt Nachwuchsförderung. Seit 2007 vergibt der Verband den SVSM Award und seit 2010 zusätzlich die Auszeichnung „Standortmanager des Jahres“.

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