In Dubai Sorgen um mögliche Iran-Eskalation

Strasse von Hormus

Der Südabschnitt des Persischen Golfes und die Strasse von Hormus aus der Satellitenperspektive.

Die 27 Mitgliedsstaaten der EU haben am Montag entschieden, ab dem 1. Juli keine Öllieferungen mehr aus dem Iran zu beziehen. Damit folgt die Union der amerikanischen Linie und erhöht den Druck auf Teheran, um einen Stopp des Kernernergieprogramms in dem Golfstaat zu erzwingen.

Die Europäische Union bezieht nur 6% ihrer Öllieferungen aus der Islamischen Republik. Diese will den Ausfall durch mehr Lieferungen nach Zentral- und Ostasien kompensieren.

Auf Dubai und die Golf-Emirat hat das EU-Ölembargo kaum Auswirkungen, weil Petrofirmen aus den VAE nicht im Iran operieren. Wohl aber treiben die wachsenden Spannungen zwischen Teheran und dem Westen den Emiratern Sorgenfalten auf die Stirn.

Die Immobilienberaterin Jones Lang Lasalle sagt in einer Studie, bei einer Schliessung der Strasse von Hormus, dem Isthmus am Persischen Golf, würde das Investorvertrauen in Dubai sinken und insbesondere der Immobilienmarkt unter Druck kommen. «Dubai und Abu Dhabi haben vom Arabischen Frühling als sichere Häfen profitiert. Weitere Spannungen zwischen dem Westen und Teheran könnten das Gegenteil bewirken,» heisst es in der Studie von Jones Lang Lasalle.

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