Japanische Softbank plant mit Saudi-Arabien gigantische Solaranlage

Japanische Softbank plant mit Saudi-Arabien gigantische Solaranlage
Masayoshi Son, Gründer und CEO Softbank.

New York – Der japanische Technologiekonzern Softbank will zusammen mit Saudi-Arabien ein gigantisches Solarprojekt in der Wüste des Königreichs aufbauen. Für insgesamt 200 Milliarden Dollar soll bis 2030 ein Solarpark entstehen mit einer Kapazität von 200 Gigawatt (GW), wie Softbank-Chef Masayoshi Son in New York sagte.

Das wäre die Hälfte der weltweit installierten Solarleistungen und entspräche in etwa der Leistung von 20 Atomkraftwerken. Die weltweiten Nuklear-Kapazitäten liegen bei insgesamt 390 GW.

Gestartet werden soll noch in diesem Jahr mit einer 7,2-GW-Anlage, die etwa fünf Milliarden Dollar kosten werde, kündigte Son an. Eine Milliarde werde der Investment-Fonds der Softbank beisteuern, der Rest käme von Projektfinanzierern. Eine Grundsatzvereinbarung für das Projekt sei unterzeichnet worden.

Weg von fossilen Brennstoffen
Schon seit Jahren baut Saudi Arabien, der weltgrösste Öl-Exporteur, seine Kapazitäten mit erneuerbaren Energien aus, um sich von den fossilen Brennstoffen unabhängiger zu machen. Aktuell verfügt das Königreich über Stromkapazitäten von rund 60 GW. Zusammen mit den geplanten 200 GW könnte das Land den Überschuss in die Nachbarländer exportieren.

Gross geworden ist Softbank als Mobilfunkanbieter – doch mittlerweile agiert der Konzern vermehrt als Technologie-Investor. Bekannt ist vor allem der Vision Fund des Unternehmens – mit einem Volumen von 93 Milliarden Dollar der weltweit grösste Private-Equity-Fonds, hinter dem auch ein saudischer Staatsfonds und Technologiefirmen wie Apple stehen. Neben Beteiligungen am Amazon-Konkurrenten Alibaba oder dem US-Mobilfunker Sprint hat Softbank zuletzt mit Swiss Re auch den Versicherungssektor entdeckt. (awp/mc/ps)

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